KOPAL – Entwicklung und Evaluation eines Konzeptes zur berufsübergreifenden Zusammenarbeit bei Patienten mit palliativem Versorgungsbedarf

  • Themenfeld: Zusammenarbeit von ärztlichem und nicht-ärztlichem Gesundheitspersonal
  • Sitz des Antragstellers: Hamburg
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, COPD und Demenz leiden häufig langjährig auch unter starken Schmerzen, Luftnot, Angst oder anderen Begleiterscheinungen. Im fortgeschrittenen Stadium werden solche Patienten häufig ins Krankenhaus eingewiesen, obwohl eine frühzeitige Linderung der Symptome dies potenziell hätte verhindern können. Die bereits etablierte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) konzentriert sich auf die Kontrolle dieser belastenden Symptome. Im Projekt KOPAL sollen für Menschen mit nicht-tumorbedingten chronischen Erkrankungen frühzeitig palliative Behandlungsansätze in der hausärztlichen Versorgung berücksichtigt werden. Dafür soll bei geeigneten Patienten mit Herzinsuffizienz, COPD oder Demenz ein frühzeitiger Hausbesuch mit strukturiertem Gespräch einer SAPV-Pflegekraft, gefolgt von einer interdisziplinären telefonischen Fallbesprechung (SAPV-Pflegekraft, SAPV-Arzt, Hausarzt) durchgeführt werden. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,69 Millionen Euro gefördert.

In einem Vergleich von zwei Gruppen mit insgesamt 56 Praxen und ca. 600 Patienten soll überprüft werden, ob der Behandlungsansatz eine Einweisung ins Krankenhaus verhindert, die Symptomlast verringert und die Lebensqualität verbessert. Bei Wirksamkeit von KOPAL könnte die hausärztliche Versorgung der großen Zahl an Patienten mit chronisch-progredienten Grunderkrankungen durch eine niedrigschwellige und kostengünstige Maßnahme verbessert werden und Krankenhausbehandlungskosten sparen.

Ansprechpartner

Dr. Gabriella Marx
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin
Martinistaße 52
20246 Hamburg
+49 40 7410-57159
g.marx@uke.de

Konsortialpartner

Medizinische Hochschule Hannover, Georg-August-Universität Göttingen, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg