Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen

  • Themenfeld: Modelle mit Delegation und Substitution von Leistungen
  • Bundesländer: Bremen, Niedersachsen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In Deutschland waren zum Ende des Jahres 2013 bereits mehr als 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig. Das bedeutet, dass sie bei gewöhnlichen und wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens dauerhaft Hilfe benötigten. Hierunter fällt auch die Sicherstellung der Mundhygiene.

Ziel dieses Projektes ist es, die Mundgesundheit ambulant versorgter pflegebedürftiger Personen zu erhalten und zu verbessern. Hierzu werden ihnen niedrigschwellige und präventive zahnmedizinische Leistungen im eigenen Wohnumfeld angeboten. Die an dem Projekt teilnehmenden Pflegebedürftigen und ihre Pflegepersonen erhalten zudem eine individualisierte Schulung zur Verbesserung der Mund- und Prothesenpflege.

Diese Versorgung wird in einer zweiarmigen, randomisierten, kontrollierten Studie (RCT) evaluiert. Endpunkte sind hierbei die standardisiert gemessene Mundgesundheit und die Inanspruchnahme der verschiedenen Leistungsteile. Ergänzend werden Routinedaten von fast drei Millionen Versicherten der Betriebskrankenkassen (BKK) ausgewertet, um das Potential der neuen Versorgungsform über die Studie hinaus zu ermitteln. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 850.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall ist die neue Versorgungsform auf alle Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung in häuslicher Versorgung übertragbar.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Heinz Rothgang
Leiter der Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
0049 421 21858557
rothgang@uni-bremen.de

Konsortialpartner

BKK Dachverband e. V.; Department für Versorgungsforschung, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg