SAVENT – Sicherheitsdimensionen in der Hilfsmittelversorgung bei ambulant versorgten beatmeten Patienten

  • Themenfeld: Verbesserung der Patientensicherheit
  • Sitz des Antragstellers: Berlin
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Patienten mit therapeutisch-technischem Unterstützungsbedarf – etwa solche mit invasiver und nicht-invasiver Beatmung – werden überwiegend ambulant versorgt. Über die technikintensive häusliche Versorgung dieser Patienten ist bislang jedoch wenig bekannt. Weitgehend unklar ist insbesondere, inwiefern diese Versorgung bedarfsgerecht und zweckmäßig erfolgt, welche spezifischen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen dabei zu berücksichtigen sind und wie die Beteiligten diesen gerecht werden. Dies gilt vor allem auch für Fragen rund um die komplexe Versorgung mit beatmungsspezifischen Hilfsmitteln und Zubehör. Hinzu kommt, dass die Patienten oft schwer krank und nicht selten multimorbid sind. Häufig sind sie zudem auf pflegerische Unterstützung angewiesen.

Das Projekt soll Möglichkeiten aufzeigen, wie die Prozesse der Hilfsmittelversorgung verbessert werden können. Dabei berücksichtigt es die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten, beispielsweise der Patienten und ihren Angehörigen sowie die der Hilfsmittelanbieter. Für Hilfsmittelanbieter und weitere professionelle Akteure sind beispielsweise Informationen darüber wichtig, wie Patienten, Angehörige und Pflegende am besten im Umgang mit den Hilfsmitteln geschult werden sollten – und wie viele Personen für die Versorgung benötigt werden. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 486.000 Euro gefördert.

Ein sicherer Umgang mit Hilfsmitteln, insbesondere bei nicht-invasiv beatmeten Patienten,  unterstützt die Therapieakzeptanz und -adhärenz. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Krankheitsverlauf aus und trägt dazu bei, dass den Patienten intensivere Therapien oftmals erspart bleiben. Damit werden die Lebensqualität gesichert und letztendlich auch die Kosten vermindert. Ein sicherer Umgang mit den Hilfsmitteln unterstützt zudem dabei, Schadensfälle an den vielfach kostenintensiven Geräten zu begrenzen.

Ansprechpartner

Dr. Yvonne Lehmann
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
+49 30 450529056
yvonne.lehmann@charite.de