PromeTheus – Prävention für mehr Teilhabe im Alter

Projektbeschreibung

In Deutschland leben immer mehr ältere Menschen allein zu Hause. Mit zunehmendem Alter nehmen Körperkraft und -funktionalität allmählich ab. Häufig werden die Betroffenen immer weniger selbständig, sind auf Hilfe angewiesen und werden schließlich pflegebedürftig. Ein spezifisches ambulantes Angebot, das dieser Entwicklung entgegenwirkt, gibt es derzeit nicht. Rehabilitationsmaßnahmen sind in der Regel jenen Patienten vorbehalten, die akut darauf z. B. nach einem Unfall angewiesen sind.

Das Projekt PromeTheus soll älteren und zu Hause lebenden Menschen helfen, ihre körperlichen Fähigkeiten und ihre Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Es soll ihre Teilhabe verbessern, insbesondere bei der Durchführung alltäglicher Aktivitäten sowie ihren Kontakt zu anderen Menschen stärken. Der Einschluss in das Projekt PromeTheus erfolgt über den Hausarzt. Die Teilnehmenden erhalten ein physiotherapeutisches Trainingsprogramm über 12 Monate und werden dazu angeleitet und motiviert, die Übungen auch selbstständig und langfristig fortzusetzen. Gruppenangebote als sozial-kommunikative Komponente ergänzen das Programm. Bei Bedarf erhalten die Patientinnen und Patienten auch Beratung vom sozialen Dienst sowie eine Ernährungs- oder Wohnberatung.

Es wird eine randomisierte Vergleichsstudie durchgeführt. Im Anschluss an das Programm soll untersucht werden, ob das Training die Teilhabe älterer Menschen verbessert. Eine Studiengruppe nimmt am Trainingsprogramm teil, während die Kontrollgruppe lediglich eine einmalige Beratung erhält. Die Teilhabe wird in beiden Gruppen mit einem spezifischen Fragebogen erhoben. Außerdem erfolgt eine Kosteneffektivitätsanalyse. Eine Prozessevaluation begleitet das Projekt. PromeTheus wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 3,9 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das Programm auf andere Regionen in Deutschland übertragen werden. Die Studienmaterialien und Infrastrukturen sollen so angelegt werden, dass sie sich für eine breite Anwendung eignen.

Konsortialpartner

AOK Baden-Württemberg, Hochschule für Gesundheit, Hochschule Mannheim, Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, Universität Ulm, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitätsklinikum Heidelberg