REKUP – Rehabilitative Kurzzeitpflege im stationären Umfeld – Ein Versorgungskonzept für Versicherte mit und ohne vorbestehende Pflegebedürftigkeit

  • Themenfeld: Sozialleistungsträgerübergreifende Versorgungsmodelle
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Nach einem Krankenhausaufenthalt werden viele Patientinnen und Patienten zunächst nach Hause oder direkt in Pflegeinstitutionen entlassen, da sie körperlich noch nicht für eine geplante Rehabilitationsmaßnahme bereit sind. Diese sollte jedoch frühzeitig beginnen, um das sogenannte „Reha-Loch“ zu verhindern. Denn ungenutzt verstreichende Zeit kann die Rehabilitationsfähigkeit der Patientinnen und Patienten so stark mindern, dass eine Dauerpflege notwendig wird.

Ziel des Projekts ist es, direkt nach dem Krankenhausaufenthalt eine rehabilitative Kurzzeitpflege in Rehabilitationseinrichtungen modellhaft zu etablieren. Die rehabilitative Kurzzeitpflege soll die Patientinnen und Patienten vor den Folgen von Bettlägerigkeit und Inaktivität schützen, z. B. vor Muskelschwund oder kognitiven und psychischen Veränderungen. Die Evaluation überprüft den Projekterfolg in einer multizentrischen Beobachtungstudie: 800 Patientinnen und Patienten erhalten dabei – direkt nach ihrem Krankenhausaufenthalt – die rehabilitative Kurzzeitpflege. Die 400 Patientinnen und Patienten der Kontrollgruppe werden dagegen im Anschluss an ihren Krankenhausaufenthalt direkt in das häusliche Umfeld bzw. in die stationäre (nicht rehabilitative) Kurzzeitpflege entlassen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 5 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall trägt die rehabilitative Kurzzeitpflege dazu bei, das Rehabilitationspotential der Patientinnen und Patienten optimal auszuschöpfen und den Nachsorgebedarf zu verringern.

Ansprechpartner

Andreas Schmöller
Fachbereich Rehabilitations- und Pflegemanagement
AOK Baden-Württemberg
Presselstraße 19
70191 Stuttgart
+49 711 25930
info@bw.aok.de

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Duisburg-Essen, Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm, Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH