DeliA – Delir in Altenpflegeeinrichtungen

Projektbeschreibung

Das akute Delir ist eine kognitive Störung der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins, die mit Sturzneigungen, Bettlägerigkeit, Beschleunigung einer Demenz einhergeht und als lebensbedrohlich gilt. Risikofaktoren sind unter anderem hohes Alter, gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente, Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel. Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland schätzungsweise 40 % der Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Altenpflegeeinrichtung ein akutes Delir erleiden. Die genaue Zahl ist allerdings nicht bekannt, da ein Delir oft schwer von einer sich verschlimmernden Demenzerkrankung abzugrenzen ist.

Im Projekt DeliA wird mittels einer Prävalenzstudie untersucht, wie häufig das akute Delir auftritt. Gleichzeitig werden professionell Pflegende und Hausärzte interviewt und im Erkennen und Vorbeugen eines akuten Delirs geschult. Dafür wird ein E-Learning Tool entwickelt und getestet. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,4 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann ein E-Learning Prototyp vorgestellt werden, welcher Pflegende sowie Ärztinnen und Ärzte deutschlandweit bei der Früherkennung des Delirs unterstützt. Zudem soll das Tool in entsprechenden Lehrplänen von Universitäten, Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen übernommen werden.

Konsortialpartner

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) – Standort Witten, Ruhr-Universität Bochum