INFO-LE – Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen für Patienten mit Lungenembolie in der post-akuten Behandlungsphase

Projektbeschreibung

Die akute Lungenembolie (LE) ist die dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung nach dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall. Nach der stationären Akutversorgung wird die Therapie der LE zumeist über längere Zeit ambulant fortgesetzt. Gerade beim Übergang von der stationären in die ambulante Behandlung besteht häufig ein vielschichtiges Informationsbedürfnis bei den Patientinnen und Patienten. Dies betrifft medizinische Fragen zu Krankheit und Therapie, aber auch Informationen zum Umgang mit der Erkrankung und zu bestehenden Ängsten. Entsprechende wissenschaftlich gesicherte, sogenannte evidenzbasierte, Gesundheitsinformationen existieren derzeit jedoch nicht.

Das primäre Ziel des Projekts ist es, eine Informationsbroschüre zur LE zu entwickeln. In einer Pilot- und Evaluationsphase wird eingehend geprüft, welches die wirksamen Bestandteile der entwickelten Patienteninformation sind. Ein weiteres Ziel der Studie ist die Entwicklung eines Fragebogens. Mit ihm soll zukünftig bewertet werden können, inwiefern evidenzbasierte Gesundheitsinformationen den Patienten dabei helfen, aktiv und eigenverantwortlich mit ihrer Erkrankung umzugehen und wie diese schließlich zum Behandlungserfolg beitragen.

Zur Erstellung der Informationsbroschüre werden zunächst evidenzbasierte Informationen zur LE gesichtet und bewertet. Zudem wird der Informationsbedarf aus Sicht der Patienten ermittelt. Verschiedene Pilotversionen des Informationsmaterials werden dann durch eine Kombination qualitativer und quantitativer Methoden überprüft und schließlich in optimierter Form an einer Patienten-Stichprobe evaluiert. Bei der Entwicklung des Fragebogens werden eine Literaturübersicht sowie Befragungen von Patienten und Experten Anwendung finden.

Das Projekt wird für 3 Jahre mit insgesamt ca. 700.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann die neu entwickelte Informationsbroschüre LE-Patienten bei ihrer Entlassung zur Verfügung gestellt und von diesen selbstständig genutzt werden. Auf diese Weise bekämen Patienten mehr Wissen um ihre Situation vermittelt und damit auch die Möglichkeit, zukünftig eine aktivere Rolle im Versorgungsprozess einzunehmen.

Konsortialpartner

Techniker Krankenkasse; Universität Augsburg