LePP-ID – Erarbeitung von Handlungskatalogen zur Umsetzung existierender Leitlinien zur Psychopharmakotherapie bei Personen mit Intellektueller Entwicklungsstörung

Projektbeschreibung

Eine erhebliche Zahl von Menschen mit einer Intellektuellen Entwicklungsstörung (IE) leidet unter einer psychischen Störung oder zeigt Verhaltensauffälligkeiten, die psychiatrisch bzw. psychotherapeutisch versorgt werden sollten. Bei eindeutiger Indikation sind Psychopharmaka auch in dieser Patientengruppe ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass die Leitlinienempfehlungen zur Psychopharmakotherapie vor allem bei in Wohneinrichtungen lebenden Menschen mit IE nicht ausreichend berücksichtigt werden. Das Projekt LePP-ID zielt darauf ab, möglichst konkrete und praxisnahe Handlungsanleitungen zu entwickeln, die dazu beitragen, dass die vorhandenen Leitlinienempfehlungen in den Wohneinrichtungen besser umgesetzt werden.

Hierzu sollen in einem ersten Schritt Expertinnen und Experten befragt werden, die über spezifisches Wissen hinsichtlich der Barrieren und der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen verfügen. In einem zweiten Projektschritt werden aufbauend auf diesen Ergebnissen in ausgewählten Wohneinrichtungen Fokusgruppen eingerichtet sowie Handlungsanleitungen in möglichst konkreter und praxisnaher Form entwickelt. In einem dritten Projektschritt werden die entwickelten Handlungsanleitungen verglichen und auf Gemeinsamkeiten hin untersucht. Das Projekt wird für 18 Monate mit insgesamt ca. 497.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall steht ein allgemeingültiger Maßnahmenkatalog zur Verfügung, der bundesweit zu einer leitliniengerechteren psychopharmakologischen Behandlung für in Wohneinrichtungen lebenden Menschen mit IE beitragen kann.

Konsortialpartner

Universität Ulm