LOPSTER – Langzeitoutcome perioperativer Schmerztherapie erhoben an Routinedaten

Projektbeschreibung

Ein erheblicher Anteil der Patientinnen und Patienten leidet nach einer Operation an starken akuten Schmerzen. Diese akuten Schmerzen tragen häufig zu Komplikationen bei und können in chronische Schmerzen übergehen. Die Qualität der perioperativen Schmerztherapie – das bedeutet die Therapie vor, während und nach der OP – in Deutschland ist unzureichend und es ist zu wenig darüber bekannt, welche Patientinnen und Patienten im Versorgungsalltag von welchem Verfahren profitieren.

Das Ziel des Projekts LOPSTER ist es daher, zu untersuchen, wie häufig akute Komplikationen und langfristige Folgeerkrankungen nach einer OP auftreten. Weiterhin untersucht das Projekt, ob es einen Zusammenhang zwischen perioperativen Schmerzen sowie schmerztherapeutischen Behandlungen und Komplikationen gibt und ob sich die verschiedenen perioperativen Schmerztherapieverfahren hinsichtlich der Komplikationsrate und der Häufigkeit langfristiger Folgeerkrankungen unterscheiden.

Hierzu werden Sekundärdaten der gesetzlichen Krankenversicherung für die Untersuchung der perioperativen Schmerztherapie erschlossen und analysiert. In zwei Kohortenstudien werden die Daten der beiden Schmerzregister „Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“ (QUIPS) und „Netzwerk zur Sicherheit in der Regionalanästhesie & Akutschmerztherapie“ (net-ra) des Jahres 2021 mit den Daten der BARMER verknüpft. Durch den Vergleich zwischen den Daten der BARMER und den Registerdaten wird geprüft, wie gut Informationen zu perioperativen Schmerztherapieverfahren in den Krankenversicherungsdaten abgebildet werden und ob die Untersuchung von Krankenversicherungsdaten valide Aussagen über die durchgeführten Verfahren ermöglicht. In einer dritten Kohortenstudie wird über die Jahre 2010 bis 2021 dann die Wirkung verschiedener perioperativer Schmerztherapie-Verfahren anhand rund einer Million Krankenkassen-Fälle jährlich analysiert.

Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert

Im Erfolgsfall können die Ergebnisse des Projekts die Kenntnisse zu Nutzen und Risiken der verschiedenen perioperativen Schmerztherapie-Verfahren erweitern und so die Versorgung verbessern. Das Projekt leistet hierdurch einen methodischen Beitrag zur Etablierung eines Qualitätssicherungsverfahrens zur Akutschmerztherapie.

Konsortialpartner

BARMER; Universität des Saarlandes