Pfad – Muster der Inanspruchnahme – Analyse von empirischen Patientenpfaden und Befragung von Versicherten

Projektbeschreibung

Die freie Arztwahl und das Fehlen einer Patientenakte, die sämtliche erbrachte Leistungen unterschiedlicher Leistungserbringer enthält, führen häufig zu Mehrfachbehandlung, einem erhöhten Koordinationsbedarf und Steuerungsdefiziten im Gesundheitswesen. Dadurch kann eine ineffiziente Auslastung von Versorgern entstehen, beispielsweise in Form von überlasteten Notaufnahmen. Weitere Probleme können in der gleichzeitigen dauerhaften Einnahme mehrerer verschiedener Medikamente oder einer nicht ausreichenden Weiterversorgung nach Entlassung aus einer stationären Behandlung auftreten.

Ziel des Projekts ist eine Analyse von Patientenpfaden anhand von Routinedaten. Unter anderem mit Methoden des maschinellen Lernens sollen Ergebnisse und Kennzahlen herausgearbeitet werden, die helfen, Steuerungsdefizite aufzudecken. Des Weiteren werden Patienten zu ihren Motiven und Präferenzen der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen befragt, um mögliche Interventionen zur Verbesserung der Koordination entwickeln zu können. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 640.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können die Studienergebnisse Entscheidungsträgern als Grundlage zur Verbesserung der Versorgungpfade von Patienten dienen. Zudem kann das Projekt einen Beitrag zur Schließung einer Forschungslücke leisten: Es fehlt an systematischen Analysen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, mit denen sich Patientenpfade optimieren lassen.

Konsortialpartner

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Techniker Krankenkasse