PräVi – Präferenzgerechter Einsatz von Videosprechstunden in ländlichen und städtischen Regionen

Projektbeschreibung

Eine angemessene ambulante Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen wird in Deutschland zunehmend durch eine geringe Arztdichte und lange Anfahrtswege sowie langen Wartezeiten, dies vor allem in städtischen Regionen, erschwert. Beides kann für Patientinnen und Patienten zu Versorgungsdefiziten führen.

Ziel des Projekts PräVi ist daher die Entwicklung von gesundheitspolitischen Handlungsempfehlungen für den optimalen Einsatz der Videosprechstunde in städtischen und ländlichen Regionen. Dies soll dazu dienen, Menschen den Arztkontakt zu erleichtern und Ärztinnen und Ärzten eine bessere Zeitplanung zu ermöglichen.

Zur Entwicklung einer Strategie für den präferenzgerechten Einsatz von Videosprechstunden wird ein Mixed-Methods-Ansatz genutzt, in dessen Fokus eine Online-Befragung von Patienten und Ärzten steht. Betrachtet werden dabei in Form einer Routinedatenanalyse sowohl der bisherige Einsatz der Videosprechstunde als auch die Präferenzen von zufällig ausgewählten Versicherten (durch Krankenkassen) und ärztlichen/psychotherapeutischen Leistungserbringern, die in Befragungen gesammelt und mit Hilfe von Modellberechnungen sowie Subgruppenanalysen ausgewertet werden. Dadurch soll das Ausmaß der digitalen Inanspruchnahme erhoben und mögliche Hürden und Präferenzen identifiziert werden. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,6 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall werden mit Hilfe des PräVi Projekts Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber zum optimalen Einsatz von Videosprechstunden in ländlichen und städtischen Regionen entwickelt.

Konsortialpartner

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse, AOK NORDWEST, Dr. Carsten Schwenke, Kassenärztliche Vereinigung Berlin, Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Techniker Krankenkasse