QuaSiApps – Fortlaufende Qualitätssicherung von in der GKV-Regelversorgung eingesetzten Gesundheits-Apps

Projektbeschreibung

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und insbesondere „Gesundheits-Apps“ eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um bei der Erkennung und Behandlung von Krankheiten sowie einer selbstbestimmten gesundheitsförderlichen Lebensführung zu unterstützen. So hilft eine Gesundheits-App beispielsweise einem Herzkranken, seinen Gesundheitszustand zu überwachen. Seit der Einführung des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) Ende 2019 können Gesundheits-Apps von Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verordnet und durch die Krankenkasse erstattet werden. Voraussetzung ist, dass die App vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft und gemäß § 139e SGB V in das sogenannte DiGA-Verzeichnis aufgenommen wurde.

Ziel des Projekts ist es, ein Konzept zur kontinuierlichen Qualitätssicherung von eingesetzten Gesundheits-Apps zu entwickeln. Hierzu wählen die Forschenden einen mehrstufigen Mixed-Methods-Ansatz und identifizieren und systematisieren zunächst relevante Gesundheits-Apps. Darauf aufbauend werden strukturierte und systematische Literaturrecherchen durchgeführt, die Nutzer- und Patientenperspektive in Fokusgruppen erfasst sowie Akteure aus dem Gesundheitswesen zu deren Einschätzung befragt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse, die auch Grenzen und Möglichkeiten aufzeigen, wollen die Forschenden Vorschläge für Verfahrenszwecke und Qualitätsdimensionen ausarbeiten. Diese werden in Expertenworkshops abgestimmt und weiter konkretisiert. Das Projekt zielt darauf ab, ein Set aus Qualitätsaspekten und entsprechenden Qualitätsmerkmalen, daraus abzuleitende Qualitätsanforderungen sowie Qualitätsindikatoren und Messinstrumenten zu entwickeln. Die Forschenden werden zudem einen Vorschlag unterbreiten, wie sich das Konzept institutionell und verfahrenstechnisch in das deutsche Gesundheitssystem einbinden lässt. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 815.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall entsteht so ein Qualitätssicherungskonzept für die in der Versorgung eingesetzten Gesundheit-Apps. Die Erkenntnisse können dazu beitragen, die Versorgungsqualität in der gesetzlichen Krankenversicherung sicherzustellen und zu verbessern.

Konsortialpartner

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