RESILARE – Krisenresilienz fördern: Entwicklung und Validierung von Qualitätsindikatoren zur Vorbereitung von ambulanten Arztpraxen auf Krisensituationen

Projektbeschreibung

Durch den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Bevölkerung steigt das Risiko von Gesundheitsschäden durch Hitzewellen und Krankheitswellen, wie der aktuellen Sars-CoV-2-Pandemie. Damit Arztpraxen insbesondere vulnerable Patientengruppen schützen und zielgerichtet reagieren können, müssen sie sich auf Krisensituationen adäquat vorbereiten.

Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung und Evaluation von Qualitätsindikatoren und Kriterien zur Unterstützung der Krisenresilienz von Arztpraxen. Hierzu werden zunächst Interviews mit Leistungserbringern, Qualitätsmanagement-Beauftragten aus Praxen und weiteren Stakeholdern im Gesundheitswesen sowie eine systematische Literaturrecherche durchgeführt und mögliche Indikatoren daraus abgeleitet. In einem formalen Konsensverfahren werden diese Indikatoren bewertet und anschließend in ambulanten Arztpraxen, einem Arztnetz und einem Medizinischen Versorgungszentrum pilotiert und evaluiert. Das Projekt wird für 2,5 Jahre mit insgesamt ca. 600.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall werden Qualitätsindikatoren zum Selbstassessment der Praxen sowie Indikatoren zur Einbindung in das interne Qualitätsmanagement von im ambulanten Bereich etablierten Qualitätsmanagementsystemen (EPA und QEP) entwickelt und getestet, bevor die Arbeitsergebnisse für alle Qualitätsmanagement-Verfahren frei verfügbar gemacht werden.

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Heidelberg