StiK-OV – Sterben im Krankenhaus – Optimierung der Versorgung am Lebensende

Projektbeschreibung

Nach wie vor sterben die meisten Deutschen im Krankenhaus und nicht zu Hause oder im Hospiz – jedes Jahr sind es rund 420.000 Menschen. Dabei besteht allerdings eine große Unzufriedenheit über den Verlauf der Sterbephase im Krankenhaus. Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige beklagen insbesondere eine unzureichende Symptomkontrolle, eine mangelnde Einbindung in die Entscheidungsfindung über den weiteren Behandlungsverlauf sowie eine fehlende Kommunikation der Versorgenden mit den Betroffenen. Obgleich in Deutschland Leitlinien und Standard Operation Procedures (SOP) für die Palliativmedizin vorliegen, ist deren nachhaltige Implementierung und Umsetzung insbesondere auf nicht-palliativmedizinisch spezialisierten Stationen bislang nur unzureichend umgesetzt.

Um das Missverhältnis zwischen aktuellen Leitlinien-Empfehlungen und klinischer Realität zu verbessern, analysiert das Projekt StiK-OV die klinikweite Sterbesituation zunächst beispielhaft an zwei Unikliniken. Unter Einbeziehung von Mitarbeitenden und Experten soll ein Maßnahmen-Portfolio für eine optimale Sterbebegleitung im Krankenhaus entwickelt werden und im Anschluss auf zehn nicht-palliativmedizinisch spezialisierten Stationen der beiden Unikliniken umgesetzt, erprobt und evaluiert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem auf ihre Übertragbarkeit auf andere Krankenhäuser überprüft und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Um den Erfolg der Maßnahmen zu beurteilen, erfolgt ein Vorher-Nachher-Vergleich der teilnehmenden Stationen und es werden Angehörige verstorbener Patienten und Patientinnen sowie Mitarbeitende befragt.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 2 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Krankenhäuser übertragen und den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden besser Rechnung getragen werden. Langfristig sollen die Erkenntnisse für eine optimale Versorgung in der Sterbephase in die Krankenhausberichterstattung einfließen und bei dem geplanten Gütesiegel für Krankenhäuser durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) berücksichtigt werden.

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf