TEMPiS – GÖA Gesundheitsökonomische Analyse des fliegenden Interventionalist als neues Schlaganfall-Versorgungssystem im ländlichen Raum

Projektbeschreibung

Ein großes Risiko eines Schlaganfalls ist, dass Betroffene in der Folge funktionell und kognitiv beeinträchtigt sein können. In Deutschland ereignen sich jährlich ca. 270.000 solcher Ereignisse. Vor allem im ländlichen Raum ist es eine Herausforderung, Erkrankte möglichst schnell nach einem Schlaganfall zu behandeln. Neben der Belastung für die Betroffenen und ihrer Angehörigen steigen dadurch auch die Gesundheitsausgaben an.

Ein von den Bayerischen Krankenkassen finanziertes Projekt – TEMPiS-Flying-Intervention-Team – will diese Versorgungslücke im ländlichen Raum schließen. Patienten mit einem akuten Gefäßverschluss werden hier zeitnah und ortsnah versorgt. Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt TEMPiS-GÖA zielt darauf ab, den Nutzen dieser neuen Versorgungsstruktur gesundheitsökonomisch zu untersuchen.

Auf der Grundlage von durch Krankenkassen bereitgestellten Abrechnungsdaten sollen die Kosten der Schlaganfallversorgung mit Hilfe des Flying-Intervention-Teams ermittelt werden. Um den Vorteil dieser neuen Versorgungsstruktur gegenüber der Regelversorgung abschätzen zu können, werden Kosten und Nutzen einander gegenübergestellt.

Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 630.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall unterstützen die Ergebnisse des Projekts TEMPiS-GÖA eine mögliche, zeitnahe Übernahme der neuen Versorgungsstruktur für Schlaganfallpatienten im ländlichen Raum. Die angestrebten Daten zur Kosteneffektivität können als Entscheidungsgrundlage für eine flächendeckende Ergänzung der bestehenden Versorgungsprozesse dienen und diese optimieren.

Konsortialpartner

AOK Bayern, BARMER, München Klinik Harlaching