Neue Versorgungsformen

BE-PRO – Benefit einer Patient Reported Outcome Measures (PROM) optimierten Behandlung für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Erkrankungen des Urogenitalsystems, onkologische Erkrankungen, psychische Erkrankungen
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesländer: Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen
  • Förderkennzeichen: 01NVF25309
  • Laufzeit: 10/2026 – 09/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und zweithäufigste tumorbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland. Bei über 75.000 Neuerkrankungen ist es wichtig, dass sowohl die Diagnostik als auch Therapie der Erkrankung leitliniengerecht erfolgt. Studien haben gezeigt, dass Patienten in zertifizierten Krebszentren einerseits eine höhere Überlebensrate aufweisen und andererseits bessere Ergebnisse nach Therapie erzielen. Zertifizierte Zentren müssen Funktionsstörungen, wie Inkontinenz und sexuelle Dysfunktion dokumentieren. Besonders wichtig sind aber in diesem Zusammenhang die von Patienten berichteten Folgen nach abgeschlossener Therapie.

Ziel des Projekts ist die Überprüfung einer neuartigen, konsequenten Anwendung elektronischer Patienten-Reported-Outcome-/Experience-Measures (ePROM und ePREM) zur Überwachung und Erfolgskontrolle bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs. Hierzu wird in zertifizierten Prostatakarzinomzentren ein ePROM-gesteuerter Diagnose- und Behandlungspfad gegen den Therapiestandard („standard of care“) erprobt. Bei den ePROMs handelt es sich um standardisierte Fragebögen mit denen eine objektive Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands durch den Patienten abgefragt wird. Dazu werden Fragen zu Symptomlast, Funktionsfähigkeit, Lebensqualität und dem allgemeinen Gesundheitszustand gestellt. Die kontinuierliche Kommunikation mit den Patienten über ePROMs, insbesondere deren Selbstmanagement, soll dabei aktiv unterstützt werden. Durch die wiederholte Erhebung der ePROMs und ePREMs können relevante Beschwerden frühzeitig erkannt und die Therapie entsprechend angepasst werden. Anschließend wird geprüft, ob dieser hybride Versorgungspfad bei gleicher Heilungsrate zu einer besseren Lebensqualität führt.

Die Wirksamkeit der neuen Versorgungsform wird mittels einer Prozessevaluation überprüft. Die Verbesserung der körperlichen und psychischen Symptome wird im Projektverlauf anhand verschiedener Fragebögen erfasst. Zudem sind Interviews mit Patienten, die Auswertung der Therapieplanung sowie die Beobachtung der Tumorboards vorgesehen. Zur Bewertung der Kosteneffektivität wird der Versorgungspfad mit der bisherigen Regelversorgung verglichen.

Das Projekt wird für drei Jahre mit ca. 4,2 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall liegt nach Projektende ein Modell vor, wie ePROMS und ePREMS in die Versorgung integriert werden können, um die Lebensqualität von Prostatakrebspatienten zu verbessern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Peter Albers
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsklinikum Düsseldorf, Dezernat 02 Finanzen
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
+49 211 81-18110
peter.albers@med.uni-duesseldorf.de

Konsortialpartner

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, Bergische Universität Wuppertal, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, DAK-Gesundheit, Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Georg-August-Universität Göttingen, Helios Kliniken GmbH, IKK classic, Kliniken Maria Hilf gGmbH, Klinikum Dortmund gGmbH, Kreiskliniken Herford-Bünde, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, St. Antonius-Hospital Gronau GmbH, St. Elisabeth Gruppe GmbH, Stiftungsklinikum PROSELIS gGmbH, Techniker Krankenkasse, Universität zu Köln, Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Frankfurt

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 4,2 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen durch datenbasierte Bedarfserkennung und Gestaltung von Versorgungspfaden

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Peter Albers
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsklinikum Düsseldorf, Dezernat 02 Finanzen
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
+49 211 81-18110
peter.albers@med.uni-duesseldorf.de

Konsortialpartner

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, Bergische Universität Wuppertal, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, DAK-Gesundheit, Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Georg-August-Universität Göttingen, Helios Kliniken GmbH, IKK classic, Kliniken Maria Hilf gGmbH, Klinikum Dortmund gGmbH, Kreiskliniken Herford-Bünde, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, St. Antonius-Hospital Gronau GmbH, St. Elisabeth Gruppe GmbH, Stiftungsklinikum PROSELIS gGmbH, Techniker Krankenkasse, Universität zu Köln, Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Frankfurt

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 4,2 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen durch datenbasierte Bedarfserkennung und Gestaltung von Versorgungspfaden