Neue Versorgungsformen

CAROL – Cardialer Arrest – Rückkehr zum optimalen Leben

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Gendiagnostik, kardiologische Erkrankungen, neurologische Erkrankungen, Notfälle, Verletzung und Vergiftungen, psychische Erkrankungen
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Angehörige, Erwachsene, Leistungserbringer, Menschen mit chronischen Krankheiten, Menschen mit seltenen Krankheiten
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein
  • Förderkennzeichen: 01NVF25312
  • Laufzeit: 07/2026 – 06/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Ein außerklinischer Herz-Kreislauf-Stillstand (OHCA) ist ein zeitkritischer Notfall. In Deutschland sind jährlich etwa 136.000 Menschen davon betroffen. Viele Überlebende haben nach einem OHCA unterschiedlich starke geistige oder körperliche Einschränkungen und weisen psychosoziale Belastungen auf. Diese wirken sich auf den Alltag, die Arbeitsfähigkeit und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aus. Gleichzeitig ist das familiäre Umfeld oft stark belastet. Bislang fehlen in Deutschland standardisierte Nachsorgekonzepte und ein strukturierter Versorgungspfad.

Ziel des Projekts CAROL ist es daher, für Patientinnen und Patienten mit OHCA sowie deren Angehörige einen sektorübergreifenden Nachsorgepfad zu etablieren. Dies soll den Genesungsprozess verbessern und die Rückkehr in den Alltag fördern. Zu diesem Zweck werden Zentren, die auf Herz-Kreislauf-Stillstände spezialisiert sind, um eine sogenannte Post-Reanimations-Ambulanz erweitert. Bereits auf der Intensivstation werden Betroffene und deren Angehörige von einer speziell ausgebildeten Pflegefachkraft kontaktiert. Diese begleitet sie über einen Zeitraum von einem Jahr, auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Es erfolgen regelmäßige Untersuchungen auf psychokardiologische Belastungen. Bei Patientinnen und Patienten unter 50 Jahren erfolgt zudem eine weiterführende Diagnostik, um genetisch bedingte Herzerkrankungen auszuschließen. Auf Basis der vorliegenden Untersuchungsergebnisse wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Die Pflegefachkraft koordiniert die Umsetzung des Behandlungsplans und ist zudem Ansprechperson für alle behandelnden Personen. Des Weiteren werden die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige durch Schulungen zur aktiven Mitgestaltung ihrer Gesundheit befähigt.

Nach der einjährigen Begleitung überprüfen die Forschenden die Wirksamkeit der neuen Versorgungsform. Dabei wird untersucht, wie sich die psychische Belastung, die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit der Patientinnen und Patienten verändert hat und ob es zu weiteren Herz-Kreislauf-Stillständen gekommen ist. Zudem werden die Angehörigen hinsichtlich einer Veränderung ihrer psychischen Belastung und Lebensqualität befragt. Ergänzend wird eine Kosten-Effektivitäts-Analyse durchgeführt.

Das Projekt wird für vier Jahre mit ca. 5,9 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall steht Patientinnen und Patienten mit einem OHCA sowie deren Angehörigen ein sektorenübergreifender Nachsorgepfad zur Verfügung, so dass es zu keinen Versorgungsabbrüchen mehr kommt.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Institut für Rettungs- und Notfallmedizin
Arnold-Heller-Str. 3, Haus 808
24105 Kiel
+49 431 500-31500
Jan-Thorsten.Graesner@uksh.de

Konsortialpartner

BARMER, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kerckhoff-Klinik GmbH, LiKe Healthcare Research GmbH, Techniker Krankenkasse, Visionet GmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 5,9 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: themenoffen

Weitere Informationen

 01NVF25312 CAROL Projektvorstellung

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Institut für Rettungs- und Notfallmedizin
Arnold-Heller-Str. 3, Haus 808
24105 Kiel
+49 431 500-31500
Jan-Thorsten.Graesner@uksh.de

Konsortialpartner

BARMER, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kerckhoff-Klinik GmbH, LiKe Healthcare Research GmbH, Techniker Krankenkasse, Visionet GmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 5,9 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: themenoffen

Weitere Informationen

 01NVF25312 CAROL Projektvorstellung