Neue Versorgungsformen

FALKO – Fallzahlen für kardiologische Operationen und Interventionen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: kardiologische Erkrankungen
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesländer: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein
  • Förderkennzeichen: 01NVF25103
  • Laufzeit: 09/2026 – 08/2028
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Beim Shared Decision Making (SDM) entscheiden Arzt und Patient auf Basis evidenzbasierter medizinischer Informationen gemeinsam über die Therapie. Dieser Ansatz ist durch das Patientenrechtegesetz vorgeschrieben. Bislang ist SDM vorrangig bei therapeutischen Entscheidungen etabliert. Bei der Wahl eines Krankenhauses für planbare kardiovaskuläre Eingriffe wird jedoch noch kein strukturierter SDM-Prozess eingesetzt, um Patientinnen und Patienten zu einer informierten Entscheidungsfindung zu befähigen.

Das Ziel des Projekts „FALKO“ besteht in der Schaffung einer strukturierten Evidenz- und Datenbasis zur Evaluierung der Qualitäts- und Mindestmengenkriterien für kardiovaskuläre Prozeduren sowie darin, erstmals einen strukturierten SDM-Prozess bei der Krankenhauswahl für kardiovaskuläre Eingriffe zu erarbeiten und zu evaluieren. Dabei werden sowohl objektive Qualitätsdaten der Krankenhäuser als auch subjektive Patientenpräferenzen berücksichtigt. Die strukturierte Implementierung des SDM umfasst die Schulung des Personals kardiologischer Praxen, die Anwendung von Entscheidungshilfen im Patientengespräch sowie die Vermittlung von Qualitätsindikatoren.

Mithilfe von Qualitäts- und Mindestmengenkriterien in der kardiovaskulären Versorgung wird der Zusammenhang zwischen der Anzahl kardiovaskulärer Eingriffe und der Versorgungsqualität analysiert. Die ermittelten Qualitätsdaten fließen in das SDM-Programm ein, beispielsweise in die Entscheidungshilfen. In acht bis zehn kardiologischen Praxen wird untersucht, ob sich das SDM-Programm erfolgreich als Methode zur Unterstützung der Krankenhauswahl bei kardiovaskulären Eingriffen implementieren lässt. Hierzu werden Machbarkeit und Akzeptanz aus der Sicht von Patientinnen und Patienten sowie Kardiologinnen und Kardiologen erfasst.

Das Projekt wird für zwei Jahre mit ca. 890.000 Euro gefördert.

Ein strukturierter SDM-Prozess bei der Wahl eines Krankenhauses für kardiovaskuläre Eingriffe stärkt im Erfolgsfall die Patientenorientierung und die kardiologische Beratungskompetenz. Zudem lässt sich das SDM bei der Krankenhauswahl mit geringem Aufwand auf andere medizinische Fachgebiete, wie beispielsweise die Onkologie, übertragen.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Stefan Blankenberg
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg
Klinik für Kardiologie
Martinistraße 52  
20246 Hamburg
+49 40 7410-56800
s.blankenberg@uke.de

Konsortialpartner

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig kurz
  • Fördersumme: ca. 890.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Stefan Blankenberg
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg
Klinik für Kardiologie
Martinistraße 52  
20246 Hamburg
+49 40 7410-56800
s.blankenberg@uke.de

Konsortialpartner

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig kurz
  • Fördersumme: ca. 890.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen