AOKTrio – Das Transitionsprogramm für mehr Gesundheitskompetenz von Teenagern

Projektbeschreibung

Fast 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind chronisch gesundheitlich eingeschränkt. Werden sie zu alt für den Kinder- und Jugendarzt, fallen sie häufig aus der strukturierten medizinischen Versorgung heraus. Die Folgen können Therapieabbrüche sein, da beispielsweise notwendige Medikamente nicht mehr verschrieben oder eingenommen werden.

Hier setzt das Projekt AOKTrio an. Es unterstützt die nahtlose Versorgung von jugendlichen und heranwachsenden Versicherten der AOK Niedersachsen im Alter von 14 bis 21 Jahren, die unter definierten chronischen Erkrankungen leiden. Ziel ist es, dass die Betroffenen Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, in ihrer Therapietreue gestärkt werden, ihre Gesundheitskompetenz steigt und sie seltener stationär als Notfälle behandelt werden müssen.

Um dies zu erreichen, durchlaufen die Jugendlichen im ersten Schritt eine Online-Schulung. Anschließend erfolgt eine strukturierte Überleitung in die Erwachsenenmedizin. Auch die Unterstützung der beteiligten Ärzte stellt ein Projektbaustein dar.

Der Erfolg von AOKTrio wird wissenschaftlich anhand von Befragungen und Routinedaten evaluiert und an der Behandlungskontinuität - Anzahl der fortlaufenden Arztkontakte – gemessen. Darüber hinaus werden weitere wichtige Anhaltspunkte wie z.B. die Anzahl stationärer Notfallaufnahmen für den Erfolg des Projektes erhoben. Das Projekt wird für 33 Monate mit insgesamt ca. 1 Million € gefördert.

Im Erfolgsfall trägt AOKTrio dazu bei, dass chronisch erkrankte Jugendliche und Heranwachsende, sowohl kurzfristig als auch ihr Leben lang gesünder sind. Sie erreichen eine höhere gesundheitsbezogene Lebensqualität und übernehmen Verantwortung für ihre Gesundheit. Riskante und teure Behandlungsabbrüche können so vermieden werden.

Konsortialpartner

Medizinische Hochschule Hannover (MHH); Forschungs- und Lehreinheit Medizinische Psychologie in Kooperation mit dem Kompetenznetz Patientenschulung e.V.; Medizinische Hochschule Hannover (MHH); Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung