DNPM – Deutsches Netzwerk für Personalisierte Medizin

Projektbeschreibung

Jeden Menschen individuell bestmöglich zu behandeln – das ist das Ziel der Personalisierten Medizin. Dazu nutzt sie sowohl in der klinischen Analytik als auch in der molekularen Labordiagnostik und der Bildgebung modernste Technologien und stützt sich auf Innovationen in der Datenverarbeitung bis hin zur Künstlichen Intelligenz. Insbesondere im Bereich der Onkologie kann die Personalisierte Medizin bei komplexen oder fortgeschrittenen Krankheitsverläufen neue Behandlungsansätze eröffnen und Therapien kontinuierlich verbessern.

In Baden-Württemberg sind bereits vier Zentren für Personalisierte Medizin etabliert. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den nationalen universitären Krebszentren, den Comprehensive Cancer Centers (CCCs), bundesweit an weiteren neun Standorten entsprechende Zentren für Personalisierte Medizin einzurichten und die Kompetenzen in einem Deutschen Netzwerk für Personalisierte Medizin (DNPM) zu bündeln. Die Projektpartner werden insbesondere gemeinsame Standards entwickeln und sogenannte „Molekulare Tumorboards“ etablieren, um Patientinnen und Patienten eine bestmögliche individuelle Behandlung zu ermöglichen. Eine gemeinsame Datenbank wird der Qualitätssicherung dienen und neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Personalisierten Medizin liefern. Im Rahmen der begleitenden Evaluation wird insbesondere untersucht, ob Patientinnen und Patienten von den neuen Standards und Strukturen direkt profitieren und welche Herausforderungen mit der Einrichtung entsprechender Zentren verbunden sind. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 21 Millionen Euro gefördert.

Die Zentren für Personalisierte Medizin werden individualisierte Behandlungsansätze bundesweit in hoher Qualität zugänglich machen. Perspektivisch ist der Blick des DNPM nicht nur auf die Onkologie beschränkt. Eine Ausweitung des Konzepts auf weitere Erkrankungen, wie beispielsweise auf chronisch entzündliche oder neurologische Erkrankungen sowie Infektionskrankheiten wird langfristig abgestrebt.

Konsortialpartner

Charité-Universitätsmedizin Berlin, Stiftung Deutsche Krebshilfe, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinikum der Universität München, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität Dresden, Universität Ulm, Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Bonn, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Frankfurt, Universitätsklinikum Freiburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitätsklinikum Heidelberg, Universitätsklinikum Köln, Universitätsklinikum Würzburg, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz