HandinHand – Hausarzt und Pflegeexperte Hand in Hand – ANP Center zur Zukunftssicherung der medizinischen Basisversorgung in der Region

Projektbeschreibung

In der Bevölkerung ländlicher Regionen steigt der Anteil älterer Menschen mit einem hohen medizinischen Versorgungsbedarf. Zugleich sinkt hier die Zahl der Hausärzte. Es fehlen Nachwuchsärzte, die den steigenden Versorgungsbedarf auf dem Land künftig sicherstellen. Der Weg zum nächstgelegenen Hausarzt ist hier schon heute für viele ältere Patienten zu weit. Auch dadurch steigt die Zahl medizinisch nicht erforderlicher Hausbesuche. Die Überlastung ländlicher Arztpraxen verursacht wiederum unnötige Krankenhauseinweisungen und -aufenthalte.

Das Projekt „HandinHand“ soll dieser Entwicklung entgegenwirken. Es überträgt ärztliche Tätigkeiten auf praktisch und akademisch ausgebildete Pflegeexperten. In einer ausgewählten, ländlichen Region sollen diese Pflegeexperten die Hausärzte bei der zeitintensiven Begleitung chronisch kranker Menschen entlasten. Das soll die Gesundheitssituation der Patienten verbessern und ihre Sicherheit erhöhen. Damit die Hausärzte mögliche Komplikationen frühzeitig erkennen, wird über eine elektronische Fallakte Transparenz über den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten hergestellt.

1.500 chronisch kranke Patienten im Alter von mehr als 60 Jahren im Kreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, werden an dem Projekt teilnehmen. HandinHand wird wissenschaftlich begleitet, damit die verschiedenen Versorgungsansätze, deren Kosten und Ergebnisse verglichen und bewertet werden können. Mit Einbezug der ersten Patienten ist im Laufe des IV. Quartals 2019 zu rechnen.

Das Projekt wird für drei Jahre mit rund 8 Millionen Euro gefördert.

Konsortialpartner

Rechenzentrum Volmarstein (RZV), RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Universität zu Lübeck, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, Ärztenetz Kreis Ahrweiler e.V., Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV), Universitätsklinikum Köln