IpKiSuN – Unterstützende Intensivprophylaxe für Kinder mit zahnärztlicher Sanierung unter Narkose

  • Themenfeld: Versorgungsmodelle für spezielle Patientengruppen
  • Bundesländer: Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die sogenannte Frühkindliche Karies kann meist nur mit hohen Kosten unter Narkose behandelt werden. Dabei werden zwar die kostenintensiven chirurgischen Leistungen sowie die Narkose von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, aber die eigentlichen Ursachen der erhöhten Kariesaktivität werden kaum adressiert. Daher laufen die Kinder Gefahr, auch nach der Behandlung wieder Karies zu entwickeln.

Ziel von IpKiSuN ist es, die Mundgesundheit der betroffenen Kinder mittels schon bestehender Vorbeugungsleistungen nachhaltig zu verbessern. Dafür werden für Kinder von zwei bis fünf Jahren und deren Eltern zwei zusätzliche Intensivprophylaxesitzungen angeboten: Eine vor der Narkose und eine weitere beim Nachsorgetermin. Neu daran ist, dass die Sitzungen auf die Hochrisikogruppe für Karies zugeschnitten sind. Nach 18 Monaten wird geschaut, ob die Kinder von den intensiven Vorbeugungsmaßnahmen profitieren. Anhaltspunkt dafür ist die Anzahl von Kariesfällen in der neuen Versorgungsform verglichen mit der Regelversorgung. Gleichzeitig wird berechnet, ob sich die Maßnahmen auch in geringeren Behandlungskosten niederschlagen. Das Projekt wird für 30 Monate mit insgesamt 306.500 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann die neue Versorgungsform in das bestehende Gesundheitssystem eingebaut werden. Die einzelnen Leistungen sind bereits etablierter Bestandteil im jetzigen kassenärztlichen Versorgungssystem. Hinzu kommt, dass wesentliche Akteure am Projekt beteiligt sind, wie beispielsweise die AOK Nordost, die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Berlin und Westfalen-Lippe.

Ansprechpartner

Herr Prof. Dr. Christian H. Splieth
Universitätsmedizin Greifswald
Walther-Rathenau-Straße 42
17475 Greifswald
0049 3834 867101
splieth@uni-greifswald.de