OSCAR – Onkologisches Social Care Projekt der BKK

  • Themenfeld: Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die Diagnose Krebs konfrontiert Betroffene mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Nicht nur medizinisch, sondern auch psychosozial ist eine Krebstherapie sehr belastend. Deshalb ist es wichtig, Erkrankte und Angehörige in ihren Bewältigungskompetenzen zu stärken.

Das Projekt OSCAR will die sozialmedizinische Beratung onkologischer Patientinnen und Patienten verbessern, um ihre Lebensqualität zu erhöhen und ihre Selbstbestimmung bei der Behandlung in den Mittelpunkt zu rücken. Das soll möglichst schon ab der Diagnosestellung erfolgen und nicht erst, nachdem alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Schon zu Anfang der Therapie befragt OSCAR Patientinnen und Patienten, bei denen folgende Krebserkrankungen diagnostiziert werden: akute Leukämie, aggressives Lymphom, Bronchialkarzinom, Pankreaskarzinom und fortgeschrittenes Kolonkarzinom. Die Befragten teilen ihre Bedürfnisse und Wünsche mit. Dadurch können ihr Alltag und einzelne Lebensbereiche so gestaltet werden, dass diese ihnen die bestmögliche Lebensqualität ermöglichen. „Social Care Nurses“ spielen dabei eine wichtige Rolle. Diese Patientenbegleitungen haben sich durch eine zusätzliche Ausbildung für den sozialmedizinischen Dienst qualifiziert. Sie werden aus dem Sozial- und Pflegedienst rekrutiert und unterstützen die Patientinnen und Patienten in stationären onkologischen Einrichtungen für ein Jahr während ihres Krankenhausaufenthaltes und auch bei sich anschließender ambulanter Versorgung.

Nach diesem Jahr wird bewertet, wie sich die Arzt-Patienten-Kommunikation entwickelt hat und ob sich die Betroffenen imstande fühlen, im Alltag angemessene Entscheidungen zu ihrer Erkrankung zu treffen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,4 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann die neue Versorgungsform in die Regelversorgung eingebaut werden. Bei der Überführung müssten ca. 2250 „Social Care Nurses“ ausgebildet werden.

Ansprechpartner

Nina-Beata Björklund
pronova BKK
Brunckstraße 43
67058 Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz)
0049 214 32296 2804
nina-beata.bjoerklund@pronovabkk.de

Konsortialpartner

BKK VBU; BKK Pfalz; NOVITAS BKK; Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften der Charité - Universitätsmedizin Berlin; BKK Dachverband e. V.; Sächsische Krebsgesellschaft e. V.