SANO – Strukturierte ambulante Nachsorge nach Schlaganfall

  • Themenfeld: Themenoffen
  • Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In Deutschland erleiden jährlich rund 260.000 Menschen einen Schlaganfall. Nach Schlaganfällen ist das Risiko für schwerwiegende Komplikationen deutlich erhöht. Dabei können schwerwiegende Folgen oft durch eine gezielte Nachsorge verringert werden.

Ziel des Projektes „SANO“ ist die Verbesserung der Versorgung nach ischämischem Schlaganfall sowie einer besseren Diagnose und Therapie von Komplikationen. Dafür wird ein berufsgruppenübergreifendes Netzwerk bestehend aus Hausärzten, einem Schlaganfallkoordinator und einer geschulten Schlaganfallpflegekraft, der „Stroke Nurse“ an Kliniken sowie Therapeuten, Diätassistenten und Sozialarbeitern aufgebaut. Die Patienten erhalten hier eine ausführliche Beratung, führen Motivationsgespräche und formulieren individuelle Zielvereinbarungen unter Einbeziehung von Angehörigen. Ein Gesunderhaltungspass dient als Steuerungsinstrument. Durch regelmäßige Vorstellungen in der Klinik und beim Hausarzt kann eine Behandlung von Risikofaktoren direkt eingeleitet werden und mögliche Folgeerkrankungen besser überprüft werden. Im Anschluss wird evaluiert, inwieweit Folgekomplikationen und erneute Krankenhauseinweisungen durch die neue Versorgungsform reduziert werden können. Dafür werden insgesamt rund 1500 Patienten aus 15 Regionen, in der die neue Versorgungsform angeboten wird, mit rund 1500 Patienten aus 15 Vergleichsregionen verglichen, die regulär versorgt werden. Zudem werden auch die Folgekosten im ersten Jahr nach Schlaganfällen ermittelt. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 5,8 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann die neue Versorgungsform auf weite Teile Deutschlands und auf andere vaskuläre und neurologische Erkrankungen übertragen werden. Dadurch können für zahlreiche Patienten Komplikationen und Risikofaktoren und schließlich Folgekosten reduziert werden.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Armin Grau
Klinikum Ludwigshafen, Neurologische Klinik
Bremserstr. 79
67063 Ludwigshafen
0049 621 5034200
graua@klilu.de

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Würzburg, Westfälische Hochschule