USER – Umsetzung eines strukturierten Entlassmanagements mit Routinedaten

Projektbeschreibung

Jährlich werden ca. 19,5 Millionen Patienten in Deutschland stationär in Krankenhäusern behandelt. Etwa jeder fünfte Patient hat nach der Entlassung einen komplexen Versorgungsbedarf, in dem die Versorgung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus gut auf die folgende nachstationäre Behandlung abgestimmt werden sollte. Idealerweise ist diese durch die verschiedenen Beteiligten gut koordiniert und vorbereitet. Doch in der Praxis ist das häufig nicht der Fall, wenn niemand da ist, der die Zeit und das Know-how für die erforderliche Abstimmung und Einleitung der Behandlungen hat.

Hier setzt das Projekt USER an. Durch ein erweitertes Entlassmanagement erhält der Patient nach dem Krankenhausaufenthalt schneller passgenau aufeinander abgestimmte und koordinierte medizinische Maßnahmen. Eigens hierfür qualifizierte Mitarbeiter in den Krankenhäusern und Krankenkassen leiten dies in die Wege, ein neuer IT-unterstützter Informationsfluss hilft ihnen dabei. Ob und wie erfolgreich dieses Entlassmanagement ist, wird wissenschaftlich überprüft. Hierfür wird untersucht, ob und inwiefern durch das erweiterte Entlassmanagement Versorgungslücken nach der Entlassung geschlossen wurden. Außerdem wird analysiert, ob das Entlassmanagement wie geplant umgesetzt werden konnte bzw. wo es verbessert werden sollte. Das Projekt wird für 40 Monate mit insgesamt ca. 3,5 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das Konzept auch auf weitere Regionen übertragen werden und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Entlassmanagements in der gesetzlichen Krankenversicherung liefern.

Konsortialpartner

Deutsches Krankenhausinstitut e. V., BITMARCK Service GmbH, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn See, Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, BKK Dachverband e. V., Knappschaft Kliniken GmbH