Neue Versorgungsformen

NiTab – Strukturierte hausärztliche Kurzberatung mit integrierter Weiterleitung in qualifizierte Rauchstoppangebote zur Nikotin- und Tabakentwöhnung

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Atemwegserkrankungen und Beatmung, kardiologische Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Sonstige
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Kinder und Jugendliche, ländliche Bevölkerung, Menschen mit chronischen Krankheiten
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Förderkennzeichen: 01NVF25311
  • Laufzeit: 07/2026 – 06/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In Deutschland konsumieren nach wie vor viele Menschen Nikotin- und Tabakprodukte. Der Konsum dieser Produkte hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen sowie auf die Gesellschaft. Tabakrauchen schädigt nahezu jedes Organ und ist Ursache für zahlreiche Erkrankungen. Viele Menschen könnten von bestehenden Therapieangeboten zur Nikotin- und Tabakentwöhnung profitieren. Bislang sind solche Angebote allerdings kaum systematisch in die ärztliche Versorgung integriert.

Das Ziel des Projekts besteht daher darin, die Zahl der nikotin- und tabakabstinenten Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Dazu werden in der Hausarztpraxis Patientinnen und Patienten, die Nikotin- und Tabakprodukte konsumieren, untersucht, beraten und bei der Therapiewahl unterstützt. Bei Bedarf wird ihnen ein bestehendes Therapieangebot vermittelt. So erhalten sie die Chance auf ein nikotin- und tabakfreies Leben und profitieren in der Folge von einer besseren Gesundheit und Lebensqualität.

Die neue Versorgungsform wird im Rahmen einer Studie mit 60 Hausarztpraxen in Nordrhein-Westfalen erprobt. Den Patientinnen und Patienten wird in den Praxen ein geeignetes Therapieangebot vermittelt, das beispielsweise Webseiten, Selbsthilfematerialien, Telefonberatung, Einzel- oder Gruppenentwöhnungskurse sowie pharmakologische Unterstützung (wie Nikotinersatzprodukte) umfasst. Der Erfolg der neuen Versorgungsform wird daran gemessen, wie viele der Patientinnen und Patienten nach zwölf Wochen keine Nikotin- und Tabakprodukte mehr konsumieren. Zusätzlich wird eine gesundheitsökonomische Evaluation durchgeführt, um die Kosten-Nutzen-Effizienz der neuen Versorgungsform zu untersuchen. Im Rahmen der Prozessevaluation werden zudem die Teams der Hausarztpraxen sowie die Patientinnen und Patienten nach ihren Erfahrungen mit der neuen Versorgungsform befragt.

Das Projekt wird für drei Jahre mit ca. 2,5 Millionen Euro gefördert.

Die Ergebnisse können dazu beitragen, dass sehr vielen Menschen ein niedrigschwelliges Angebot zur Nikotin- und Tabakentwöhnung gemacht wird, dass sie dann auch in Anspruch nehmen können. Dadurch ist ein wesentlicher Beitrag zur Behebung von Versorgungsdefiziten für diese Zielgruppe zu erwarten.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Daniel Kotz
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf
Institut für Allgemeinmedizin
Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie
Centre for Health and Society
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
+49 211 8116327
Daniel.Kotz@med.uni-duesseldorf.de

Konsortialpartner

AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, Deutsche Diabetes-Forschungsgesellschaft e. V., Universität Münster

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 2,5 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Versorgungsmodelle zur Stärkung der Nikotin- bzw. Tabakentwöhnung

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Daniel Kotz
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf
Institut für Allgemeinmedizin
Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie
Centre for Health and Society
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
+49 211 8116327
Daniel.Kotz@med.uni-duesseldorf.de

Konsortialpartner

AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, Deutsche Diabetes-Forschungsgesellschaft e. V., Universität Münster

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 2,5 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Versorgungsmodelle zur Stärkung der Nikotin- bzw. Tabakentwöhnung