Neue Versorgungsformen

optiSEP – Transsektorale Optimierung der Versorgungsprozesse bei Sepsis auf Basis von interoperablen Routinedaten

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Blut- und Immunsystemerkrankungen, Impfungen und Infektionskrankheiten, Notfälle, Verletzung und Vergiftungen
  • Zielgruppen: Angehörige, Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: bundesweit
  • Förderkennzeichen: 01NVF25310
  • Laufzeit: 09/2026 – 02/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Eine Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, kann durch eine übermäßige Abwehrreaktion des Körpers durch eine Infektion mit beispielsweise Bakterien oder Viren verursacht werden. Dies kann zu schweren Schädigungen von Organen und Geweben und somit zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. In Deutschland erleiden jährlich bis zu 300.000 Menschen eine Sepsis, mehr als 70.000 von ihnen sterben. Für eine erfolgreiche Therapie ist es entscheidend, den jeweiligen Erreger frühzeitig und zuverlässig zu identifizieren. Dies gelingt derzeit jedoch nur unzureichend.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projekts optiSEP haben sich daher zum Ziel gesetzt, einen standardisierten und verlässlichen Erkennungs- und Entscheidungsprozess für Sepsis zu entwickeln und in der Versorgung zu evaluieren. Bei Patientinnen und Patienten in der Interventionsgruppe werden neben der Bestimmung eines Risikowertes für die Schwere der Sepsis und der Durchführung mikrobiologischer Blutuntersuchungen risikoadaptiert auch molekulare Verfahren der Präzisionsdiagnostik eingesetzt. Die Befunde werden unter Einbindung von Expertinnen und Experten in eine leitlinienbasierte und zugleich patientenindividuelle antiinfektive Therapie überführt. Darüber hinaus werden die Patientinnen und Patienten zur Bewältigung möglicher Folgeerkrankungen geschult.

optiSEP nutzt interoperable Routinedaten aus dem AKTIN-Notaufnahmeregister, um Versorgungsprozesse sektorenübergreifend abzubilden, zeitnah auszuwerten und daraus gezielte Verbesserungen abzuleiten. Im Projekt überprüfen die Forschenden, ob die Patientinnen und Patienten in der Interventionsgruppe eine bessere Wirksamkeit der antiinfektiven Therapie und eine höhere gesundheitsbezogene Lebensqualität erreichen als Betroffene in der Kontrollgruppe. Aus den Ergebnissen werden zudem Schulungs- und Qualitätsmaßnahmen abgeleitet, die direkt an Versorgende zurückgespielt werden, um Umsetzung und Qualitätssicherung nachhaltig zu unterstützen.

Das Projekt wird für 42 Monate mit ca. 7,5 Millionen Euro gefördert.

Die Ergebnisse können durch eine frühzeitige und zuverlässige Identifizierung der Erreger zu einer nachhaltigen Verbesserung der Versorgung von Sepsis-Betroffenen beitragen. Zudem können durch Schulungsangebote und datenbasierte und zeitnah verfügbare Prozess- und Ergebnisindikatoren Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung zielgerichteter umgesetzt werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer
Universitätsklinikum Leipzig
Bereich 6 Medizinmanagement - Klinisches Prozessmanagement
Liebigstraße 18 Haus B
04103 Leipzig
+49 341 9717864
alexandra.ramshorn-zimmer@medizin.uni-leipzig.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR, AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, BARMER, Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Georg-August-Universität Göttingen, IKK classic, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Techniker Krankenkasse, Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Heidelberg, Universitätsmedizin Greifswald, vital.services GmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 7,5 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen durch datenbasierte Bedarfserkennung und Gestaltung von Versorgungspfaden

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer
Universitätsklinikum Leipzig
Bereich 6 Medizinmanagement - Klinisches Prozessmanagement
Liebigstraße 18 Haus B
04103 Leipzig
+49 341 9717864
alexandra.ramshorn-zimmer@medizin.uni-leipzig.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR, AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, BARMER, Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Georg-August-Universität Göttingen, IKK classic, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Techniker Krankenkasse, Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Heidelberg, Universitätsmedizin Greifswald, vital.services GmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 7,5 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen durch datenbasierte Bedarfserkennung und Gestaltung von Versorgungspfaden