Neue Versorgungsformen

PICnet-Kids – Multiprofessionelles Post Intensive Care Netzwerk für pädiatrische Patient:innen nach kritischer Erkrankung und ihre Familien

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Atemwegserkrankungen und Beatmung, Impfungen und Infektionskrankheiten, kardiologische Erkrankungen, neurologische Erkrankungen, Notfälle, Verletzung und Vergiftungen, onkologische Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Sonstige
  • Zielgruppen: Angehörige, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer, Menschen mit chronischen Krankheiten
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Förderkennzeichen: 01NVF25304
  • Laufzeit: 10/2026 – 03/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In Deutschland werden rund 38.000 Kinder pro Jahr intensivmedizinisch behandelt. Mehr als jedes zweite Kind und deren Familien leiden nach der Entlassung teilweise langfristig unter einem sogenannten Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS). Dies äußert sich in körperlichen, kognitiven und psychischen Krankheitszeichen wie verminderte Belastbarkeit, Muskelschwäche und posttraumatische Belastungsstörungen.

Das Projekt PICnet-Kids strukturiert die Nachsorge für Kinder nach intensivmedizinischem Aufenthalt, um PICS zu verhindern oder ggf. optimiert zu behandeln. Hierzu soll ein Netzwerk verschiedener medizinischer Berufe und Fachrichtungen aufgebaut werden, das für hilfesuchende Familien über eine zentrale Ambulanz erreichbar ist. Vor Ort wird ein ärztliches, psychologisches und physiotherapeutisches Personal eng zusammenarbeiten. Kinder und Familien in der Nachsorge erhalten vor Ort eine qualifizierte Diagnostik und Beratung. Zudem werden sie bei Bedarf zur Behandlung und Unterstützung an geeignete Einrichtungen weitervermittelt.

Um das PICnet-Konzept zu erproben und zu bewerten, werden insgesamt ca. 630 Kinder und ihre Familien in drei Studiengruppen untersucht. Zwei Gruppen werden in der PICnet-Ambulanz betreut. Eine dieser Gruppen umfasst zusätzlich eine strukturierte Netzwerkarbeit mit niedergelassenen Versorgungsanbietern. Die dritte Gruppe wird nach derzeit üblichem Standard behandelt. Zwischen den Gruppen wird u. a. verglichen, wie häufig PICS auftritt, wie hoch die Lebensqualität der Kinder ist und wie stark die Familien psychisch belastet sind. So soll festgestellt werden, ob das Konzept einen Nutzen für die Vorbeugung und Behandlung von PICS hat. Zudem wird PICnet durch eine Prozessanalyse und gesundheitsökonomisch ausgewertet.

Das Projekt wird für 42 Monate mit ca. 3,8 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann PICnet das Auftreten von PICS verringern und die Lebensqualität von Kindern und deren Familien verbessern. Das Konzept ist grundsätzlich an allen Kinderkliniken einsetzbar und könnte bei positiven Ergebnissen in die Regelversorgung überführt werden. Eine Reduktion von PICS könnte dabei auch langfristig Versorgungskosten einsparen.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Juliane Engel
Universitätsklinikum Tübingen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung II Kinderkardiologie, Intensivmedizin, Pulmologie
Hoppe-Seyler-Straße 1
72076 Tübingen
+49 7071 29-61813
Juliane.Engel@med.uni-tuebingen.de

Konsortialpartner

AOK Baden-Württemberg, Universitätsmedizin Greifswald, Techniker Krankenkasse

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,8 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Weiterentwicklung sektorenübergreifender Versorgungseinrichtungen und Versorgungsnetzwerke

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Juliane Engel
Universitätsklinikum Tübingen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung II Kinderkardiologie, Intensivmedizin, Pulmologie
Hoppe-Seyler-Straße 1
72076 Tübingen
+49 7071 29-61813
Juliane.Engel@med.uni-tuebingen.de

Konsortialpartner

AOK Baden-Württemberg, Universitätsmedizin Greifswald, Techniker Krankenkasse

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,8 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Weiterentwicklung sektorenübergreifender Versorgungseinrichtungen und Versorgungsnetzwerke