Neue Versorgungsformen

ProTherapy – Regionale Psychotherapeutenschaften zur Verantwortungsübernahme und optimierten, digital gestützten Versorgung in der ambulanten Psychotherapie

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: psychische Erkrankungen
  • Zielgruppen: Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Förderkennzeichen: 01NVF25307
  • Laufzeit: 10/2026 – 09/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Schätzungen zufolge sind in Deutschland jährlich über 25 % der erwachsenen Bevölkerung und über 17 % der Kinder und Jugendlichen von psychischen Erkrankungen betroffen. Wichtige Hilfe erhalten die Patientinnen und Patienten insbesondere im Rahmen einer Psychotherapie. Die Suche nach einem ambulanten Psychotherapieplatz ist für die Patientinnen und Patienten jedoch oftmals eine besondere Herausforderung. Gleichwohl ist gerade bei schwer erkrankten Menschen eine frühzeitige Behandlung für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projekts ProTherapy erproben daher in Baden-Württemberg eine neue Versorgungsform, um die Betroffenen bei der Suche nach einem passenden Psychotherapie-Angebot zu unterstützen. Hierfür wird der Ausbau regionaler Kooperationen zwischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten, sogenannter Regionaler Psychotherapeutenschaften (RPS), gefördert. Die RPS koordinieren vor Ort freie Therapieplätze. Dabei wird berücksichtigt, wie hoch die Behandlungsdringlichkeit für die Hilfebedürftigen ist. Als wesentliches steuerndes Element wird eine Online-Plattform eingesetzt. Auf dieser wird unter anderem der Symptomverlauf während der Therapie beobachtet, um die Behandlung besser zu steuern. Innerhalb der RPS finden zudem regelmäßige Treffen zur Besprechung besonders komplexer Fälle statt. Darüber hinaus sollen gruppentherapeutische und digitale Therapieangebote ausgebaut werden. Der Einfluss der neuen Versorgungsform auf die Versorgung der Betroffenen wird im Rahmen einer cluster-randomisierten Studie evaluiert. Ergänzend erfolgen sowohl eine Prozess- als auch eine gesundheitsökonomische Evaluation.

Das Projekt wird für drei Jahre mit ca. 5,2 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können die Ergebnisse dazu beitragen, dass die Betroffenen künftig schneller eine bedarfsgerechte und qualitätsoptimierte psychotherapeutische Unterstützung erhalten.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Harald Baumeister
Universität Ulm
Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie und Pädagogik
Lise-Meitner-Straße 16
89081 Ulm
+49 731 503-2800
harald.baumeister@uni-ulm.de

Konsortialpartner

AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, MEDIVERBUND AG, Universitätsklinikum Würzburg

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 5,2 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen durch datenbasierte Bedarfserkennung und Gestaltung von Versorgungspfaden

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Harald Baumeister
Universität Ulm
Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie und Pädagogik
Lise-Meitner-Straße 16
89081 Ulm
+49 731 503-2800
harald.baumeister@uni-ulm.de

Konsortialpartner

AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, MEDIVERBUND AG, Universitätsklinikum Würzburg

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 5,2 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen durch datenbasierte Bedarfserkennung und Gestaltung von Versorgungspfaden