Neue Versorgungsformen

SDPM – Sektorenübergreifendes Demenz-Präventions-Management

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: neurologische Erkrankungen
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Menschen mit chronischen Krankheiten
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt
  • Förderkennzeichen: 01NVF25003
  • Laufzeit: 01/2027 – 06/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Schätzungsweise sind in Deutschland 1,8 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Die Mehrheit von ihnen ist über 65 Jahre alt, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter stark ansteigt. Die häufigste Ursache dafür ist die Alzheimer-Krankheit. Die bestehenden Therapieansätze können den Krankheitsverlauf zwar verlangsamen, aber nicht vollständig stoppen. Eine erfolgversprechende Strategie ist daher die Prävention. Eine Demenzprävention ist jedoch derzeit nicht regulär im Gesundheitssystem verankert, obwohl Studien 14 Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenz identifizieren konnten. Durch die frühzeitige Identifizierung dieser Risikofaktoren lässt sich das Demenzrisiko um bis zu 45 % reduzieren.

Das Ziel des Projekts SDPM besteht in einem systematischen Screening sowie einer nachhaltigen, regelmäßigen Kontrolle und konsequenten Behandlung der Risikofaktoren. Dies erfolgt im Rahmen eines Demenz-Präventions-Managements, das telemedizinische Ansätze, wie Videosprechstunden und digitale Umfragen kombiniert. Konkret wird beispielsweise eine medikamentöse Therapie zur Behandlung von Bluthochdruck eingeleitet oder eine Hörschwäche durch Hörgeräte ausgeglichen. Hier arbeiten Neurologinnen und Neurologen, Psychiaterinnen und Psychiater, Geriaterinnen und Geriater sowie Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner eng zusammen. Die Therapiepläne werden regelmäßig von Fachärztinnen und -ärzten und speziell ausgebildeten Demenz-Präventions-Managerinnen und -Managern kontrolliert und patientenindividuell angepasst. Die neue Versorgungsform richtet sich an Patientinnen und Patienten in einem frühen Stadium einer kognitiven Störung mit erhöhtem Demenzrisiko. Im Laufe des Projekts werden unter anderem die Veränderung der Demenzrisikofaktoren, die Kognition und die Patientenzufriedenheit gemessen und mit den Werten der Kontrollgruppe verglichen, um zu evaluieren, ob die neue Versorgungsform zur Reduzierung der Demenzrisikofaktoren beiträgt. Für die ökonomische Bewertung der neuen Versorgungsform ist eine gesundheitsökonomische Evaluation vorgesehen, die den Ressourceneinsatz und die Behandlungskosten der Intervention mit denen der Regelversorgung vergleicht. Zudem werden die Praktikabilität und die Akzeptanz des Interventionsansatzes erhoben.

Das Projekt wird für 42 Monate mit ca. 6,3 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können systematische Präventionsmaßnahmen den Verlauf einer kognitiven Störung und das Auftreten einer Demenz verringern oder sogar verhindern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Kathrin Reetz
Universitätsklinikum Aachen
Sektion Translationale Neurodegeneration, Klinik für Neurologie
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
+49 241 80-85522
kreetz@ukaachen.de

Konsortialpartner

AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, BARMER, Charité - Universitätsmedizin Berlin, IKK classic, Georg-August-Universität Göttingen, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universität zu Köln, Universitätsmedizin Greifswald

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig lang
  • Fördersumme: ca. 6,3 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Kathrin Reetz
Universitätsklinikum Aachen
Sektion Translationale Neurodegeneration, Klinik für Neurologie
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
+49 241 80-85522
kreetz@ukaachen.de

Konsortialpartner

AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, BARMER, Charité - Universitätsmedizin Berlin, IKK classic, Georg-August-Universität Göttingen, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universität zu Köln, Universitätsmedizin Greifswald

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig lang
  • Fördersumme: ca. 6,3 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen