Neue Versorgungsformen

SPRICH – Sprachförderung Prävention Ressourcen Identifikation Chancengleichheit Hilfe: Digital gestützter Gesundheitspfad für eine frühzeitige elternzentrierte Versorgung von in der Sprachentwicklung auffälligen Kindern

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Sonstige
  • Zielgruppen: Angehörige, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: bundesweit
  • Förderkennzeichen: 01NVF25305
  • Laufzeit: 10/2026 – 03/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die häufigste Entwicklungsstörung im Kindesalter ist die Sprachentwicklungsstörung (SES). Ihr gehen Sprachentwicklungsverzögerungen (SEV) als Vorläuferstadium voraus. In Deutschland sind etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder im Alter von 18 bis 23 Monaten von einer SEV betroffen. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wird jedoch nur jedes vierte Kind mit einer SEV rechtzeitig erkannt. Ein mangelhafter Spracherwerb kann sich langfristig negativ auf die psychische Gesundheit, die soziale Entwicklung, die Bildungs- und Berufschancen sowie die Lebensqualität der betroffenen Kinder auswirken.

Das Forschungsteam des Projekts SPRICH hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Sprachvermögen von dreijährigen Kindern mit SEV innerhalb eines Jahres zu verbessern. Dazu stellt es den betroffenen Eltern eine leicht verständliche, appbasierte Werkzeugbox zur Verfügung. Mithilfe dieser können sie die Sprachentwicklung ihres Kindes im familiären Alltag anregen. Neben dem dialogischen Lesen von drei empfohlenen Bilderbüchern sind zur Motivationsförderung auch regelmäßige Push-Nachrichten zu unterschiedlichen Themen vorgesehen, darunter Kinderwelt, Kinderreime, Handpuppensets und Elternmotivation. Zudem sind die behandelnden Ärztinnen und Ärzte durch eine digitale Steuerungsfunktion und die Kontrolle der abgeschlossenen Zielvereinbarungen aktiv in das Angebot eingebunden.

Der Nachweis der Effektivität der neuen Versorgungsform erfolgt durch einen Vergleich mit Kindern in der Regelversorgung. Letztere erhalten lediglich eine einmalige Sprachberatung ohne eine digitale, nachhaltige Zielvereinbarung. Zusätzlich erfassen die Forschenden die Umsetzung der Sprachanregungsempfehlungen, die Häufigkeit von Alltagsaktivitäten sowie die elterliche Kompetenz und Belastung. Im Rahmen einer Prozess- und gesundheitsökonomischen Evaluation wird zudem die Akzeptanz und Umsetzbarkeit der neuen Versorgungsform ermittelt sowie eine Kosten-Nutzwert-Analyse durchgeführt.

Das Projekt wird für 42 Monate mit ca. 3,3 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall tragen die Ergebnisse dazu bei, das Sprachvermögen dreijähriger Kinder mit SEV durch aktive Sprachanregung zu verbessern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Laura Kazyska
BVKJ-Service GmbH
Versorgungsprojekte
Mielenforster Straße 4
51069 Köln
+49 221 68909-46
laura.kazyska@bvkjs.gmbh

Konsortialpartner

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e. V., BKK Landesverband Bayern, Universitätsmedizin Greifswald

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,3 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Digitale Unterstützungskonzepte zur Stärkung der Barrierefreiheit im Gesundheitswesen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Laura Kazyska
BVKJ-Service GmbH
Versorgungsprojekte
Mielenforster Straße 4
51069 Köln
+49 221 68909-46
laura.kazyska@bvkjs.gmbh

Konsortialpartner

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e. V., BKK Landesverband Bayern, Universitätsmedizin Greifswald

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,3 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Digitale Unterstützungskonzepte zur Stärkung der Barrierefreiheit im Gesundheitswesen