Neue Versorgungsformen

Stop Binge – Selbst- und therapeutengeleitete, online-basierte, multimodale und interprofessionelle Therapie der Binge-Eating-Störung

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Hormon- und Stoffwechselstörungen, psychische Erkrankungen
  • Zielgruppen: Erwachsene, multimorbide Menschen
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: bundesweit
  • Förderkennzeichen: 01NVF25001
  • Laufzeit: 12/2026 – 02/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die Binge-Eating-Störung (BES) ist die häufigste Essstörung in Deutschland und betrifft Millionen Menschen. Betroffene leiden unter wiederkehrenden, unkontrollierbaren Essanfällen, was zu einem Teufelskreis aus emotionaler Belastung und weiteren Essanfällen führen kann. Langfristig können sich Depressionen, Angststörungen und Übergewicht entwickeln. Trotz dieser schwerwiegenden Folgen erhalten nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Betroffenen eine adäquate Therapie. Viele wissen nicht einmal, dass sie an einer behandlungsfähigen Erkrankung leiden. Dieses Versorgungsdefizit in Diagnostik und Therapie soll mit dem Projekt geschlossen werden.

Betroffene können zunächst über eine einfache Online-Plattform ein Screening durchführen und sich über die Erkrankung informieren. Bei bestätigtem Verdacht erfolgt eine video-gestützte Diagnose durch Experten. Anschließend beginnt eine dreimonatige, multimodale Therapie bestehend aus Einzel- und Gruppensitzungen. Zusätzlich wird eine zertifizierte digitale Gesundheits-App zur Selbsttherapie genutzt. Die Therapeuten koordinieren den Kontakt zu lokalen Ärzten und sorgen für eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Die Wirksamkeit der Behandlung wird in einer randomisiert kontrollierten Studie evaluiert. Eine Gruppe erhält die neue digitale Therapie, die andere die aktuelle Standardbehandlung. Die Auswirkungen werden zu Beginn und in regelmäßigen Abständen nach der dreimonatigen Therapie gemessen und verglichen z. B. in Bezug auf Rückgang der Essanfälle, Verbesserung der Lebensqualität, Stimmung, Gewichtsstabilisierung und Patientenzufriedenheit. Zusätzlich werden die Gesundheitskosten erfasst, um zu prüfen, ob die neue Therapie nicht nur wirksamer, sondern auch kostengünstiger ist.

Das Projekt wird für 39 Monate mit ca. 3,7 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall könnte der Ansatz auch auf andere psychische Erkrankungen übertragen werden. Durch den digitalen Ansatz ist das Konzept deutschlandweit anwendbar.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Alexander Bäuerle
Universitätsklinikum Essen
LVR-Universitätsklinik Essen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Virchowstraße 174
45147 Essen
+49 201 43 87 55-203
alexander.baeuerle@lvr.de

Konsortialpartner

BAHN-BKK, DAK-Gesundheit, Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH, Pronova BKK, Ruhr-Universität Bochum, Techniker Krankenkasse, Universität Leipzig

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,7 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Alexander Bäuerle
Universitätsklinikum Essen
LVR-Universitätsklinik Essen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Virchowstraße 174
45147 Essen
+49 201 43 87 55-203
alexander.baeuerle@lvr.de

Konsortialpartner

BAHN-BKK, DAK-Gesundheit, Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH, Pronova BKK, Ruhr-Universität Bochum, Techniker Krankenkasse, Universität Leipzig

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,7 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen