Neue Versorgungsformen

TemPus – Telebasierte, multidisziplinäre Intervention zur Stabilisierung des häuslichen Pflegesettings

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, Sonstige
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Angehörige, ländliche Bevölkerung, multimorbide Menschen, Pflegebedürftige
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern
  • Förderkennzeichen: 01NVF25002
  • Laufzeit: 10/2026 – 09/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In Deutschland sind rund fünf Millionen Menschen pflegebedürftig. Davon werden ca. 4,2 Millionen zu Hause von pflegenden Angehörigen versorgt. Aufgrund des demografischen Wandels und des Mangels an ambulanten und stationären Unterstützungssystemen ist es besonders wichtig, die Pflege in der eigenen Häuslichkeit zu stärken. Eine der Voraussetzungen hierfür ist der Erhalt bzw. die Verbesserung der körperlichen Gesundheit der Pflegebedürftigen sowie deren pflegenden Angehörigen.

Das Ziel des Projekts besteht darin, eine ortsunabhängige telemedizinische Intervention zur Stärkung der häuslichen Pflege zu erproben. Dazu nehmen die pflegebedürftigen Personen an einem Programm teil, das darauf abzielt ihre körperlichen Funktionen zu stärken. Zudem werden die zu pflegenden Personen und deren Angehörige zu individuellen Beratungs- und Entlastungsangeboten in der Pflege beraten und bei Bedarf entsprechend vermittelt. Die neue Versorgungsform wird videobasiert bei den Teilnehmenden zu Hause erbracht.

In einer randomisierten, kontrollierten Studie wird überprüft, ob die neue Versorgungsform dazu beitragen kann, die motorischen Funktionen von pflegebedürftigen Menschen zu verbessern und pflegende Angehörige zu entlasten. Hierzu werden die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip entweder der Interventions- oder der Warte-Kontrollgruppe zugeteilt. Die Teilnehmenden nehmen dann an einem fünfwöchigen Programm teil, welches sie weitere acht Wochen selbstgesteuert mit Hilfe von Trainingsvideos fortführen. Die Wirksamkeit der Intervention wird anhand von standardisierten Tests und Fragebögen ermittelt. Zudem wird eine Prozess- und Kosten-Nutzwert-Analyse durchgeführt.

Das Projekt wird für drei Jahre mit ca. 3,3 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall trägt die Studie dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen möglichst lange in der eigenen Häuslichkeit leben können und pflegende Angehörige entlastet werden. Insbesondere Menschen im ländlichen Raum könnten durch die Intervention profitieren.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Kilian Rapp
Robert Bosch Gesellschaft für Medizinische Forschung mbH
Robert Bosch Krankenhaus, Standort City
Behandlungsexzellenz des Bosch Health Campus
Hohenheimer Straße 21
70184 Stuttgart
+49 711 8101-5846
kilian.rapp@rbk.de

Konsortialpartner

AOK Bayern - Die Gesundheitskasse, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Sozialversicherung für Landwirtschaft - Forsten und Gartenbau, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitätsklinikum Ulm, Universität Ulm, ZTM Bad Kissingen GmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,3 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Kilian Rapp
Robert Bosch Gesellschaft für Medizinische Forschung mbH
Robert Bosch Krankenhaus, Standort City
Behandlungsexzellenz des Bosch Health Campus
Hohenheimer Straße 21
70184 Stuttgart
+49 711 8101-5846
kilian.rapp@rbk.de

Konsortialpartner

AOK Bayern - Die Gesundheitskasse, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Sozialversicherung für Landwirtschaft - Forsten und Gartenbau, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitätsklinikum Ulm, Universität Ulm, ZTM Bad Kissingen GmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: einstufig lang
  • Fördersumme: ca. 3,3 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 24.01.2025
  • Themenfeld: themenoffen