Neue Versorgungsformen

VERINET – Vernetzte Integrierte Notfallversorgungs- und Einsatzsteuerung

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Notfälle, Verletzung und Vergiftungen
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Früh- und Neugeborene, Kinder und Jugendliche, ländliche Bevölkerung, Leistungserbringer, Menschen mit Behinderung, Menschen mit chronischen Krankheiten, Menschen mit seltenen Krankheiten, Migrantinnen und Migranten, multimorbide Menschen, Pflegebedürftige, Schwangere und Wöchnerinnen, Sonstige
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesländer: Baden-Württemberg, Niedersachsen
  • Förderkennzeichen: 01NVF25306
  • Laufzeit: 10/2026 – 09/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Versorgungsmodelle und Behandlungsprogramme: Koordinierungstellen

Projektbeschreibung

Der Notruf ist oft der erste Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten, die in akuten Gesundheitsnotständen sind. Jedoch rufen immer mehr Menschen in akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen den Notruf – oftmals, weil sie nicht wissen, wo sie genau Hilfe bekommen können. Das überlastet nicht nur die Rettungsdienste, sondern führt auch zu unnötigen Krankenhausaufnahmen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem. Hier fehlt es an einer klaren Steuerung: Wer kann wann und wo helfen?

Um diese Lücke zu schließen, entwickelt das Projekt VERINET ein Notruf-Assessment, das die Steuerung von Hilfesuchenden optimiert. Es sollen Akutversorgungsnetzwerke etabliert werden, welche die Koordination und Integration verschiedener Versorgungssektoren (z. B. Rettungsdienst, Leitstellen, Gesundheitsdienste) verbessern. Dies bedeutet für Patientinnen und Patienten, dass sie eine schnellere, gezielte und individuelle Versorgung erhalten, die gleichzeitig die Belastung des Gesundheitssystems verringert.

Die neue Versorgungsform wird als kontrollierte Studie in zwei Modellregionen (Mannheim und Ems-Vechte) erprobt. Als Vergleich dienen Daten vergangener Einsätze, um die Wirksamkeit der neuen Versorgungsform zu bewerten. Die Daten werden durch Rekrutierung von insgesamt 10.000 Studienteilnehmenden erhoben, wobei diese über die Integrierten Leitstellen (ILS) Mannheim und Ems-Vechte rekrutiert werden. Die Daten aus den Rettungsleitstellen werden über einen Zeitraum von 14 Tagen nach dem ersten Kontakt erhoben und analysiert. Zudem werden Patientinnen und Patienten befragt sowie Gespräche mit Mitarbeitenden und Partnern geführt.

Das Projekt wird für drei Jahre mit ca. 6,7 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall bedeutet dies schnellere, passgenauere Hilfe für Hilfesuchende sowie eine Entlastung des Gesundheitssystems: Weniger unnötige Rettungswagen-Einsätze, weniger stationäre Aufnahmen und damit erhebliche Kosteneinsparungen. Die Ergebnisse liefern zudem konkrete Handlungsempfehlungen, beispielsweise wie Steuerungshemmnisse beseitigt und digitale Lösungen im Notfallbereich etabliert werden können.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Andreas Pitz
Technische Hochschule Mannheim
Institut für Gesundheits- und Life Sciences Recht
Paul-Wittsack-Straße 10
68163 Mannheim
+49 621 292-6728
pitz@hs-mannheim.de

Konsortialpartner

Hochschule RheinMain, ILS Mannheim gGmbH, Leitstelle Ems-Vechte, Maastricht University

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 6,7 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen im Rettungsdienst und der Notfall- und Akutversorgung

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Andreas Pitz
Technische Hochschule Mannheim
Institut für Gesundheits- und Life Sciences Recht
Paul-Wittsack-Straße 10
68163 Mannheim
+49 621 292-6728
pitz@hs-mannheim.de

Konsortialpartner

Hochschule RheinMain, ILS Mannheim gGmbH, Leitstelle Ems-Vechte, Maastricht University

Förderangaben

  • Förderbereich: Neue Versorgungsformen
  • Förderverfahren: zweistufig lang
  • Fördersumme: ca. 6,7 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 22.03.2024
  • Themenfeld: Verbesserung von Versorgungsprozessen im Rettungsdienst und der Notfall- und Akutversorgung