AHeaD – Künftige Aufgabenteilung von Pflegefachpersonen und Hausärzten in der ambulanten Demenzversorgung: Aufgaben, Akzeptanz, Qualifikation

  • Themenfeld: Innovative Konzepte patientenorientierter Pflege unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitsteilung und der Schnittstellen sowie der Integration ausländischer anerkannter Pflegefachkräfte in den Versorgungsalltag
  • Sitz des Antragstellers: Mecklenburg-Vorpommern
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Mit dem demographischen Wandel nehmen die Zahl älterer Menschen und der Anteil an altersassoziierten Erkrankungen (insbesondere Demenz) in Deutschland zu. Derzeit leben bundesweit ca. 1,5 Millionen Menschen mit einer Demenz. Diese sind auf eine medizinisch-pflegerische Versorgung angewiesen, die dem aktuellen medizinischen Stand der Wissenschaft entspricht. Aber auch die Akteure des Gesundheitswesens altern, sodass es bereits heute eine Herausforderung darstellt, die Versorgung bedarfsgerecht sicherzustellen.

Daher untersucht die AHeaD Studie, wie künftig mit einer veränderten Arbeitsteilung von Pflegefachkräften und Hausärzten die ambulante Versorgung von Menschen mit Demenz gestaltet werden kann und wie diese sowohl von Betroffenen als auch von Angehörigen akzeptiert wird. Die Studienergebnisse werden genutzt, um ein neues Versorgungskonzept (nach §63 Abs. 3c SGB V) zu gestalten. Dies soll Basis für die Weiterentwicklung der bestehenden G-BA-Richtlinie zur heilkundlichen Aufgabenübertragung in diesem Versorgungsbereich sein. Die Richtlinie regelt welche ärztlichen Tätigkeiten auf Angehörige der Kranken- und Altenpflegeberufe übertragen werden dürfen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 629.497 Euro gefördert.

Ansprechpartner

Prof. Wolfgang Hoffmann
Institut für Community Medicine, Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health Universitätsmedizin Greifswald
Ellernolzstr. 1-2
17487 Greifswald
0049 3834 867750
wolfgang.hoffmann@uni-greifswald.de

Konsortialpartner

Universitätsmedizin Rostock, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Rostock/Greifswald, Hochschule Neubrandenburg, Universitätsmedizin Greifswald