BGM4NewWork – Stärkung der Prävention in Unternehmen mit räumlich und zeitlich entgrenzten digitalen Arbeitsformen

Projektbeschreibung

Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren – auch durch die Corona-Pandemie – stark verändert: Räumlich und zeitlich flexibles Arbeiten ist immer häufiger möglich. Neue Arbeitsformen („New Work“), eine ständige Erreichbarkeit und die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt bedeuten aber auch, dass das Thema Arbeitsgesundheit grundsätzlich überdacht und an die Entwicklung angepasst werden muss. In vielen Unternehmen wurde zusätzlich das Arbeitsumfeld im Zuge der Corona-Pandemie innerhalb kürzester Zeit massiv umstrukturiert („Pandemic New Work“).

Ziel des Projekts „BGM4NewWork“ besteht in der nachhaltigen Stärkung der Prävention für Beschäftigte in New Work Arbeitsformen. Hierfür werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité gemeinsam mit der UseTree GmbH, Gesetzlichen Krankenversicherungen und Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Personalmanagement sowie Organisations- und Unternehmensstruktur, die gesundheitsförderlichen Potentiale und Risikofaktoren der neuen Arbeitsformen erforschen. Zur Erreichung der Projektziele werden drei Expertinnen- und Experten-Workshops mit jeweils zehn Teilnehmenden, 24 teilstandardisierten Interviews, 35 qualitativen Interviews und Kontextanalysen, sowie zwei Online-Befragungen mit je 385 Beschäftigten und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus New Work Arbeitsstrukturen durchgeführt.

Um den Zugang zu diesbezüglichen BGM-Angeboten zu verbessern, werden neben den inner- und intersektoralen Schnittstellen zu den Versorgungsdienstleistern auch die Hemmnisse und Motivatoren bezüglich Wahrnehmung und Inanspruchnahme wissenschaftlich analysiert. Aus den erhobenen Daten leiten die Forschenden Handlungsempfehlungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement ab, zur Optimierung des Zugangs und der Schnittstellen zwischen und innerhalb der Sektoren und erstellen unter Berücksichtigung potenzieller gesundheitlicher Risiken eine Liste von bedarfsgerechten Maßnahmen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,2 Millionen Euro gefördert.

Konsortialpartner

UseTree GmbH