NeuroMoves – Teilhabebezogene Zielerreichung durch Heil- und Hilfsmittel bei Patienten mit mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndromen

Projektbeschreibung

Ein zentrales Ziel der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der selbständigen Mobilität als Fußgänger oder Rollstuhlfahrer. Allerdings nimmt die Mobilität bei Patienten mit Lähmungssyndromen nach Schlaganfall oder Querschnittlähmung nach stationärer medizinischer Rehabilitation trotz Heil- und Hilfsmittelerbringung kontinuierlich ab. Das Ziel der Studie ist die Identifikation von Faktoren der bestehenden ambulanten Versorgungsstruktur (Physiotherapie, Ergotherapie, Sanitätshaus, Hausarzt, Facharzt), welche zu einer Abnahme der Mobilität führen.

Patienten mit neu aufgetretenen mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndromen werden am Ende der stationär-rehabilitativen Behandlung rekrutiert und bis zu einem Jahr im ambulanten Umfeld nachbeobachtet. Die Gehfähigkeit und Rollstuhlmobilität werden mittels Activity Tracking sowie anhand funktioneller Scores systematisch erfasst. Das Mobilitätsniveau wird mit der teilhabebezogenen Zielerreichung, der Art und dem Umfang der Heil- und Hilfsmittelversorgung und der Analyse des Ausmaßes der Zusammenarbeit ambulanter Leistungserbringer korreliert. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,6 Millionen Euro gefördert.

Die Studienerkenntnisse sollen zu einer neuen Versorgungsform führen, in der patientenzielorientiert, bedarfsgerecht und koordiniert ambulante Hilfs- und Heilmittel erbracht werden, welche zu einer Stabilisierung bzw. Steigerung der Mobilität bei Patienten mit Schlaganfall und Querschnittlähmung mit mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndromen im häuslichen Umfeld führen.

Konsortialpartner

August-Bier-Klinik Bad Malente, BG Klinikum Hamburg, Berufsförderwerk Bad Wildbad gGmbH, Klinikum Bad Bramstedt GmbH, Kliniken Schmieder Heidelberg GmbH, Sankt Rochus Kliniken, Segeberger Kliniken GmbH, SRH Gesundheitszentrum Bad Wimpfen GmbH