OSA-PSY – Optimierung der stationären Arzneimitteltherapie bei psychischen Erkrankungen

  • Themenfeld: Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und/oder Patientensicherheit in der Versorgung
  • Sitz des Antragstellers: Hessen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die Entwicklung hochwirksamer Arzneimittel hat die Medizin in den vergangenen Jahrzehnten besonders geprägt. Neben den positiven Effekten bestehen bei der medikamentösen Therapie aber immer auch Risiken unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Diese  müssen bei Therapieentscheidung gegen den Nutzen abgewogen werden. Besonders bei Psychopharmaka sind unerwünschte Wirkungen häufig und bedürfen einer sorgfältigen Beurteilung.

Ziel des Projektes ist es, die Arzneimittelsicherheit bei der stationären Behandlung psychiatrischer Patienten zu verbessern. In der ersten Projektphase soll ein IT-gestütztes Instrument entwickelt werden, das die behandelnden Ärzte bei ihren Entscheidungen beim fachgerechten Einsatz von Psychopharmaka unterstützt. Begleitet wird diese Phase von Experten,  die Empfehlungen geben und notwendige Prüfkriterien für das IT-Instrument erarbeiten werden. Anschließend wird das neu geschaffene Medium in den klinischen Alltag von 10 VITOS-Kliniken in Hessen überführt und getestet.

Neben der Arzneimittelsicherheit in der stationären Psychiatrie wird auch die Frage untersucht, welche Medikamente die Patienten bei ihrer Entlassung aus der Klinik erhalten und warum anschließend in der ambulanten Versorgung nicht selten andere Arzneimittel eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der AOK Hessen will das Forschungsprojekt klären, wie hier eine bessere Kontinuität in der medikamentösen Therapie gewährleistet werden kann. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 782.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das Projekt entscheidend zur Arzneimittelsicherheit und zum Therapieerfolg in den psychiatrischen VITOS-Kliniken beitragen. Darüber hinaus könnte das entwickelte IT-gestützte Instrument mit geringen Anpassungen in weiteren psychiatrischen Kliniken eingesetzt werden. Eine Übertragung der Erkenntnisse in andere Bereiche der Gesundheitsversorgung, insbesondere in den Bereich der ambulanten Versorgung, wäre ebenfalls denkbar.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Ansgar Klimke
VITOS Hochtaunus gGmbH
Emil-Sioli-Weg 1-3
61381 Friedrichsdorf
0049 6175 791200
ansgar.klimke@vitos-hochtaunus.de

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Freiburg, Universitätsmedizin Mainz, VITOS Klinikum Rheingau