OVER-BEAS – Optimierung der Versorgung beatmeter Patienten in der außerstationären Intensivpflege

  • Themenfeld: Themenoffen
  • Sitz des Antragstellers: Bayern
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Durch technische Fortschritte bei der künstlichen Beatmung steigt seit den 1990er Jahren die Anzahl an Heimbeatmungen stark an. Sie findet sowohl im Bereich der spezialisierten häuslichen Versorgung als auch im Bereich spezialisierter Intensiv-Wohngruppen statt. Die Zahl der betroffenen Patienten in Deutschland liegt – je nach Studie und Einschlusskriterium – zwischen 5.500 und 20.000 Personen. Betroffen sind zum einen Kinder mit komplexen Missbildungen, zum anderen Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen, z.B. Menschen mit krankheitsbedingt geschwächter oder gelähmter Atemmuskulatur oder Patienten mit Hirnschädigungen infolge eines Sauerstoffmangels. Seit rund zehn Jahren mehren sich kritische Stimmen, die von unzureichenden Versorgungssituationen, teils sogar von tödlichen Fehlversorgungen dieser Patienten berichten.

Ziel des Projektes ist es, die Daten der qualitätsprüfenden Stellen (Heimaufsicht, Medizinische Dienste der Krankenversicherungen) zu analysieren und dadurch die Qualität der außerstationären Heimbeatmung zu beurteilen. Im Mittelpunkt steht die Versorgung von Menschen, die in Wohngemeinschaften oder in der Häuslichkeit beatmetet werden. Qualitative und quantitative Befragungen der Betroffenen, ihrer Angehörigen und professioneller Akteuren ergänzen die Datenanalysen. Das Projekt betrachtet erstmals auch den Übergang von der stationären in die außerstationäre Versorgung.

OVER-BEAS wird für drei Jahre mit insgesamt knapp 1,2 Millionen Euro gefördert.

Auf der Basis der Datenanalysen und Befragungen wird im Projekt ein Anforderungskatalog entwickelt, der die Versorgung der heimbeatmeten Patienten verbessern soll.

Ansprechpartner

Dr. Bernd Reuschenbach
Katholische Stiftungshochschule München
Fachbereich Pflege
Preysingstr. 83
81667 München
0049 89 48092 1272
bernd.reuschenbach@ksh-m.de

Konsortialpartner

Universität Würzburg, Universitätsklinikum Würzburg