QS-Notfall – Verbesserung der Notfallversorgung von Herzinfarktpatienten in Berlin und Brandenburg

  • Themenfeld: Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und/oder Patientensicherheit in der Versorgung
  • Sitz des Antragstellers: Berlin
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Der Herzinfarkt ist einer der häufigsten medizinischen Notfälle. In der Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt ist eine qualifizierte und schnelle Notfallerstversorgung entscheidend. Nach wie vor sterben viele Menschen am Infarkt, der 2014 die zweithäufigste Einzeltodesursache in Brandenburg und die dritthäufigste in Berlin war.

In einer Pilotstudie konnte das Berliner Herzinfarktregister (BHIR) zeigen, dass die Eindeutigkeit der durch den Rettungsdienst gestellten EKG-Erstdiagnose bei Infarktpatienten maßgeblich die Versorgungszeiten beeinflusst. Deshalb ist es das Ziel der Studie, die Sicherheit der Diagnose zu steigern und damit eine schnellere Notfallversorgung zu erreichen.

Durchgeführt wird eine interventionelle Studie mit einem "Vorher-Nachher Vergleich", bei der die Daten des BHIR und der Rettungsdienste in Berlin, Oberhavel und Havelland analysiert werden. Aus den Ergebnissen der Analysen werden Interventionen abgeleitet und umgesetzt. Ziel des Projektes ist es, durch qualifizierte Notfallhilfe die Versorgung von Herzinfarktpatienten zu verbessern und damit letztendlich auch die Sterblichkeit am Herzinfarkt zu senken. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,5 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall könnte eine „Arbeitsgruppe Schnittstellenmanagement in der Notfallversorgung“ längerfristig eingerichtet werden. Weiterbildungsprogramme könnten angepasst und Schulungs-Kurse regelmäßig angeboten werden.

Ansprechpartner

Dr. Birga Maier
Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V.
Pfarrstr. 112
10317 Berlin
0049 30 2199 5480
birga.maier@herzinfarktregister.de

Konsortialpartner

Rettungsdienst Oberhavel GmbH, Oberhavel Kliniken GmbH Hennigsdorf, Rettungsdienst Havelland GmbH, Havelland Kliniken GmbH Nauen, Berliner Feuerwehr, Universitätsklinikum Hamburg‐Eppendorf