WEGE – Analysen von Versorgungsverläufen bei älteren AOK Versicherten im Vorfeld einer Pflegebedürftigkeit

Projektbeschreibung

Unsere Lebenserwartung steigt und wir bleiben auch im Alter länger gesund. Immer mehr Menschen benötigen erst im hohen Alter pflegerische Unterstützung, aber genau dies stellt die Versorgungssysteme auch vor neue Herausforderungen: Oft müssen mehr und besondere Pflegeleistungen erbracht werden. Deshalb gilt es, die Potenziale zur Prävention und Rehabilitation auszuschöpfen, damit weniger Menschen pflegebedürftig werden, weniger Unterstützung nötig wird und das auch erst zu einem möglichst späten Zeitpunkt.

Ziel des Projekts ist es daher, im Vergleich von Versorgungsverläufen AOK-Versicherter Versorgungspfade zu identifizieren, die geeignet sind, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder deren Eintritt zu verzögern. Die Forschenden wollen Erkenntnisse zu Entstehungsfaktoren einer Pflegebedürftigkeit vertiefen, um daraus therapeutische, präventive und rehabilitative Maßnahmen für die Versorgung älterer und hochaltriger Versicherter abzuleiten.

Anhand von Routinedaten analysieren die Forschenden rückblickend die Versorgungsverläufe von AOK-Versicherten in Deutschland ab dem Zeitpunkt ihrer Einstufung in einen Pflegegrad. Dabei werden Personen ab dem 61. Lebensjahr berücksichtigt, die im Jahr 2021 erstmals als pflegebedürftig eingestuft wurden. Um herauszufinden, warum Pflegebedarf entsteht, erfolgt eine Vergleichsanalyse mit AOK-Versicherten im gleichen Alter, Geschlecht und ähnlicher Diagnose, jedoch ohne Einstufung in die Pflegebedürftigkeit. Das Projekt wird für zweieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 812.000 Euro gefördert.

Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zum Aufbau einer Versorgungskontinuität älterer und hochaltriger Versicherter mit dem Ziel der Vermeidung oder Verzögerung des Pflegebedarfs leisten.

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband GbR