BETTER CARE – BrEasT cancer afTERCARE follow up and programm

Projektbeschreibung

Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen – jedes Jahr erhalten in Deutschland fast 168 von 100.000 Frauen, aber auch durchschnittlich 1,8 von 100.000 Männern eine entsprechende Diagnose. In Deutschland weist die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs eine sehr hohe Qualität auf. 2020 wurde die S3-Leitlinie Brustkrebs des „Leitlinienprogramms Onkologie“ aktualisiert; sie empfiehlt eine bedarfs- und risikoangepasste Nachsorge nach Abschluss der Erstbehandlung. Derzeit fehlen in Deutschland jedoch Konzepte für die Anwendung einer evidenzbasierten, individualisierten Nachsorge nach Beendigung der Erstbehandlung.

Das Projekt BETTER CARE soll dies ändern und ein fach- und sektorenübergreifendes Versorgungsnetzwerk zur Verbesserung der Nachsorge entwickeln und erproben. Unterschiedliche an der Nachsorge beteiligte Fachärztinnen und -ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten erhalten über ein digitales Netzwerk fortlaufend aktualisierte Informationen, auch zu den psychischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten. Die Erkrankten selbst werden gezielt zu Möglichkeiten und Angeboten der Nachsorge beraten und erhalten Zugang zu internet- und mobil-basierten Behandlungen. Dies soll dazu beitragen, die mit der Tumorerkrankung einhergehenden körperlichen und seelischen Belastungen zu vermindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.

An der Studie nehmen mehrere zertifizierte Brustzentren teil. Verglichen werden Brustzentren, an denen die neue Versorgungsform getestet wird, mit Brustzentren an denen Nachsorge nach der derzeitigen Norm angeboten wird. Die neue Versorgungsform ist als systematische und bedarfsgerechte Nachsorge für Brustkrebspatientinnen und -patienten gedacht und könnte in Form eines Disease Management Programms (DMP) in die allgemeine Versorgung überführt werden. Mit dem DMP Brustkrebs wurde bereits die Möglichkeit eines an die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten angepassten Case-Managements geschaffen. Hier können Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projekt BETTER CARE einfließen. Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 3,3 Millionen Euro gefördert.

Konsortialpartner

Institut Frauengesundheit Institute Women‘s Health GmbH, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Universität Ulm, Universitätsklinikum Heidelberg, Universitätsklinikum Tübingen, Universitätsklinikum Würzburg