EsmAiL – Evaluation eines strukturierten und leitlinienbasierten multimodalen Versorgungskonzepts für Menschen mit Akne inversa

Projektbeschreibung

Die Akne inversa (Ai) ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, die ca. ein Prozent der Bevölkerung betrifft. Es bilden sich Abszesse und Fistelgänge, hauptsächlich in den Achseln und Leisten, die schlechtriechendes Sekret absondern und starke Schmerzen verursachen. Akne inversa ist eine Erkrankung, die hauptsächlich bei jungen Menschen auftritt und zu dauerhaften körperlichen Einschränkungen, Arbeitsunfähigkeit und sozialer Isolation führen kann. In der Regelversorgung werden Ai-Patienten oft nicht richtig diagnostiziert oder dem Schweregrad ihrer Erkrankung entsprechend versorgt. Eine adäquate Behandlung dieser komplexen Erkrankung erfordert eine besondere klinische Expertise.

Mit dem Projekt sollen bundesweit sowohl in Arztpraxen und Kliniken als auch an Wundzentren sogenannte Akne inversa-Zentren (AiZ) etabliert werden. Hier sollen die Patientinnen und Patienten mit einem strukturierten, interdisziplinären Behandlungsweg optimal therapiert werden. Da viele Risikofaktoren der Ai umweltbedingt sind, wird dabei auch ein großes Augenmerk auf die Aufklärung von Ai-Patienten zu diesen negativen Umwelteinflüssen gelegt. Um den Erfolg der AiZ festzustellen, werden in einer Studie ca. 600 Patientinnen und Patienten untersucht. Davon wird eine Hälfte nach dem aktuellen medizinischen Standard behandelt, die andere an ein AiZ überwiesen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 4,4 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall werden die AiZ dazu beitragen, die Krankheitsbelastung der Patientinnen und Patienten zu senken und die Lebensqualität der Betroffenen enorm zu steigern. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass auch das Gesundheitssystem langfristig signifikant entlastet wird.

Konsortialpartner

Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e. V., Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Techniker Krankenkasse, BARMER