GeRas – Geriatrische Rehabilitationserfolge nachhaltig sichern

Projektbeschreibung

Die geriatrische Rehabilitation hat neben der Behandlung motorischer Defizite älterer Menschen vor allem das Ziel, Patientinnen und Patienten eine Rückkehr in ihr häusliches Umfeld zu ermöglichen. Allerdings stehen hierfür in der Regelversorgung bisher keine strukturierten Programme zur Verfügung, die diesen Teil der Versorgung älterer multimorbider Personen begleitet.

Ziel des Projekts ist die nachstationäre Sicherung der Rehabilitationserfolge bei geriatrischen Patientinnen und Patienten. Hierfür soll ein abgestimmtes Behandlungsprogramm mit und ohne telemedizinische Unterstützung erprobt werden, dass eine Kontinuität der Versorgung zwischen stationärer Rehabilitation und ambulanter Nachsorge bei Entlassung in das häusliche Umfeld gewährleistet. Kernelemente sind Hausbesuche durch Leistungserbringer der Rehabilitations-Klinik und Versorgungsmanagerinnen und -manager der Krankenkasse, Telefonate sowie interdisziplinäre Fallbesprechungen in abnehmender Häufigkeit. Telemedizinische Leistungen wie video-assistierte Trainings und Videotelefonate sollen ebenfalls erprobt werden. 

Im Rahmen einer multizentrischen randomisiert kontrollierten Studie mit zwei Interventionsgruppen und einer Kontrollgruppe sollen insgesamt 270 geriatrische Probandinnen und Probanden über einen Zeitraum von zwölf Wochen nach Entlassung aus der stationären Versorgung beobachtet werden. Neben der Erfassung von Veränderungen von Funktionsstörungen der unteren Extremitäten und der Teilhabe im Alltag zwölf Wochen nach Entlassung nehmen die Forschenden eine gesundheitsökonomische Analyse sowie eine Prozessevaluation vor. Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 4 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall soll das Nachsorge-Angebot in die Regelversorgung überführt werden und dazu beitragen, dass der Übergang in das häusliche Umfeld „aus einer Hand“ koordiniert wird und Rehabilitationserfolge gesichert werden. Zudem ist ein positiver Einfluss auf die motorischen Fähigkeiten geriatrischer Patientinnen und Patienten, deren Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag zu erwarten.

Konsortialpartner

AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG gemeinnützige GmbH, AOK Baden-Württemberg, Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH, Universität Ulm, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Vincentius-Diakonissen-Kliniken gAG