Patientenbriefe nach stationären Aufenthalten

  • Themenfeld: Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz
  • Bundesländer: Hessen, Sachsen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Was habe ich für eine Erkrankung? Was muss ich tun, damit es mir besser geht? Und wie kann ich mögliche Krankheitsfolgen vermeiden? Üblicherweise enthalten Krankenhausbriefe diese Informationen und regeln damit den Übergang zwischen stationärem Krankenhausaufenthalt und nachfolgender ambulanter Behandlung in der Hausarztpraxis. Allerdings sind diese Briefe für viele Patientinnen und Patienten häufig unverständlich. Betroffene müssen sich die medizinischen Fachbegriffe erst einmal in eine für Laien leicht verständliche Sprache „übersetzen“ lassen.

Das Projekt „Patientenbriefe nach stationären Aufenthalten“ zielt daher auf eine leicht verständliche Version dieser Briefe ab. Hier sollen das Krankheitsbild, die durchgeführten Untersuchungen sowie gesundheitsförderliches Verhalten nach der Entlassung patientengerecht erläutert werden. Erkrankte und Angehörige erhalten damit nachlesbare und individuelle Informationen. Dafür sollen zunächst 2.500 Krankenhaus-Patienten mit automatisch erstellten Patientenbriefen versorgt werden. Die Automatisierung stellt eine Weiterentwicklung des Vorläufermodells dar, bei dem Ärztinnen und Ärzte die Briefe einzeln übersetzt haben. In der beteiligten Klinik sind dabei bereits laienverständliche Erklärungen strukturiert erfasst worden. Auf diese wird nun individuell je nach Erkrankung zurückgegriffen. Erklärt werden beispielsweise die Erkrankung selber, die Laborwerte, die Untersuchungen während des Krankenhausaufenthalts und der aktuelle Medikationsplan.

Im Anschluss werden die Patientinnen und Patienten befragt, wie sie ihren Krankenhausaufenthalt wahrgenommen haben. Dabei wird auch evaluiert, ob sie sich imstande fühlen, im Alltag angemessene Entscheidungen bezüglich ihrer Gesundheit zu treffen. Zeitgleich werden auch Patientinnen und Patienten befragt, die in derselben Klinik in der gleichen Zeit einen regulären Entlassungsbrief erhalten haben. Beide Gruppen werden dann miteinander verglichen. Das Projekt wird für drei Jahre mit ca. 870.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall ist es möglich, voll automatisiert erstellte Patientenbriefe in mehreren Kliniken breitenwirksam einzusetzen.

Ansprechpartner

Ansgar Jonietz
Was hab ich? gGmbH
Theaterstraße 4
01067 Dresden (Sachsen)
0049 351 418 89 00
ansgar.jonietz@washabich.de