StärkeR – Strukturierte Delegation ärztlicher Leistungen im Rahmen konzeptionsgeregelter Kooperation in der Versorgung von Patienten mit entzündlichem Rheuma

  • Themenfeld: Modelle mit Delegation und Substitution von Leistungen
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Patientinnen und Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen erreichen die gesteckten Therapieziele zum Teil nicht hinreichend. Nach den aktuellen Zahlen des Memorandums der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie gibt es in Deutschland zu wenig internistische Rheumatologen.

Mit dem Projekt „Strukturierte Delegation ärztlicher Leistungen im Rahmen konzeptionsgeregelter Kooperation in der Versorgung von Patienten mit entzündlichem Rheuma“ soll die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen in der Rheumatologie effektiver und effizienter gestaltet werden, um die Versorgung der betroffenen Patienten zu verbessern. Zu dem geplanten Projekt gehören eine aktualisierte Patientenschulung, die Ermittlung von Begleiterkrankungen und Lebensstilberatung. Qualifizierte Rheumatologische Fachassistentinnen und Fachassistenten (RFA) können diese Teile der Patientenbetreuung übernehmen. Das Vorhaben soll zeigen, dass RFA durch die standardisierte Erfassung von Krankheitsaktivität und Krankheitsfolgen die rheumatologisch fachärztliche Behandlung vorbereiten, effektiv unterstützen und partiell ersetzen können. Außerdem sollen die RFA den Patientinnen und Patienten als direkte Ansprechpartner zwischen den Untersuchungsterminen in der Praxis zur Verfügung stehen.

Die strukturierte Übertragung ärztlicher Leistungen an RFA soll an 15 bis 20 rheumatologischen Schwerpunktpraxen und Krankenhausambulanzen größtenteils in Westfalen-Lippe durchgeführt werden. Die neue Versorgungsform wird im Vergleich mit der aktuellen Standardversorgung an je 400 Personen evaluiert. Zielgrößen sind die Krankheitsaktivität und die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Das vorliegende Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 2,1 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall erzielt die neue Versorgungsform bei den Patientinnen und Patienten eine bessere gesundheitsbezogene Lebensqualität als die Standardversorgung bei vergleichbarer Krankheitsaktivität. Das Team der rheumatologischen Schwerpunktpraxis soll für Patientinnen und Patienten besser erreichbar werden. Die Übertragung von Dokumentations- und Beratungsaufgaben an die RFA soll die Qualität der Versorgung insgesamt verbessern.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Jürgen Braun
St. Elisabeth Gruppe GmbH - Katholische Kliniken Rhein-Ruhr
Claudiusstr.45
44649 Herne
0049 2325 592 131
juergen.braun@elisabethgruppe.de

Koordinator: Dr. med. Dietmar Krause
internistische und rheumatologische Gemeinschaftspraxis Gladbeck

Konsortialpartner

Philipps-Universität Marburg; Ruhr-Universität Bochum; BARMER GEK