DEWI – Determinanten bei der Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulenoperation

  • Themenfeld: Einsatz und Verknüpfung von Routinedaten zur Verbesserung der Versorgung
  • Sitz des Antragstellers: Sachsen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In unserer alternden Gesellschaft nehmen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen zu. Sie gehören inzwischen zu den Volkskrankheiten. Chronische Erkrankungen der Wirbelsäule beeinträchtigen die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit der Betroffen erheblich. Dadurch verursachen sie auch hohe Kosten. In den letzten Jahren ergaben sich bei den Wirbelsäulenerkrankungen wesentliche Veränderungen. So verdoppelte sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Wirbelsäulenoperationen. Dabei zeigen sich starke regionale Unterschiede. Das deutet darauf hin, dass nicht alle Patienten optimal versorgt werden.

Das Forschungsprojekt will belastbare Daten für eine bedarfsgerechte und effiziente Versorgungsplanung und -gestaltung auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie in Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung liefern. Es verknüpft und analysiert Versorgungsdaten, um folgende Fragen zu beantworten: Welche Faktoren bedingen die Häufigkeit von Wirbelsäulenoperationen? Welche Vorbehandlungen werden von einweisenden Ärzten verordnet bzw. durchgeführt? Welcher Anteil an Versicherten muss sich im Therapieverlauf einem erneuten Wirbelsäuleneingriff unterwerfen, und welche Faktoren sind dafür verantwortlich? Das Projekt wird für 18 Monate mit insgesamt ca. 248.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall tragen die Projektergebnisse dazu bei, die Versorgungsqualität, -gerechtigkeit und -effizienz für Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbessern. Die Ergebnisse können als Grundlage dienen für eine bedarfsgerechte Gestaltung und Planung der Versorgung, damit jeder Patient die Versorgung erhält, die er benötigt.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Jochen Schmitt
Medizinische Fakultät Carl
Gustav Carus, TU Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
0049 351 4586495
jochen.schmitt@uniklinikum-dresden.de

Konsortialpartner

Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, Technische Universität Dresden