DiPaH – Digitale Präventionsmaßnahmen bei arterieller Hypertonie

Projektbeschreibung

Bluthochdruck zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit schwerwiegenden Folgeschäden, die bis zum Tod führen können. Studien zufolge ist etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland betroffen, bei Menschen über 65 Jahren sind es fast zwei Drittel. Obwohl Bluthochdruck durch die Umstellung der eigenen Lebensgewohnheiten und mit Medikamenten gut behandelbar ist, haben viele Patientinnen und Patienten keine ausreichend eingestellten Blutdruckwerte. Dabei lassen sich allerdings wesentliche geografische Unterschiede feststellen. Digitale Angebote wie beispielsweise Online-Präventionskurse und Gesundheits-Apps haben das Potential, solche regionalen Unterschiede zu vermindern. Trotzdem ist die Nutzung dieser Angebote nicht sehr verbreitet.

Im Projekt DiPaH sollen Faktoren identifiziert werden, die den Einsatz und Erfolg digitaler Präventionsmaßnahmen behindern oder fördern. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf ländlichen Regionen liegen. Auch altersspezifische Effekte sollen berücksichtigt werden.

Die Forschenden werden Routinedaten einer großen Krankenkasse analysieren, um mehr über die Zielgruppen zu erfahren, die sich mit digitalen Angeboten erreichen lassen. Zudem werden sie Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck, Nutzerinnen und Nutzer sowie Ärztinnen und Ärzte zu ihrer Einstellung für digitale Präventionsmaßnahmen befragen. Aus den so erhaltenen Erkenntnissen sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um digitale Angebote erfolgreich in die Versorgung einbinden und weiterentwickeln zu können. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,4 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt kann das Verständnis dafür fördern, wie digitale Technologien und Medien in der Prävention genutzt und darauf aufbauend Maßnahmen zur Präventionsförderung und Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz entwickelt werden können.

Konsortialpartner

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, revFLect GmbH