EDIUM – Ergebnisqualität bei Darmkrebs: Identifikation von Unterschieden und Maßnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung

  • Themenfeld: Themenoffen
  • Sitz des Antragstellers: Bayern
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs unterscheidet sich je nach Krankenhaus erheblich. Bislang gibt es jedoch kaum Untersuchungen dazu, ob das auch den Behandlungserfolg beeinflusst.

Das Projekt EDIUM erfasst daher, ob der Behandlungserfolg in einzelnen darmkrebsbehandelnden Krankenhäusern in Deutschland unterschiedlich ist. Sollte sich das bestätigen, untersuchen die Wissenschaftler, inwiefern sich die Unterschiede durch bestimmte Merkmale der Krankenhäuser erklären lassen. Aus diesen Ergebnissen können dann Ursachen und Maßnahmen abgeleitet werden, um unterdurchschnittliche Behandlungserfolge zu verbessern. Darüber hinaus können hemmende sowie förderliche Faktoren der standardisierten Erfassung des Behandlungserfolges identifiziert werden.

7.000 Darmkrebspatientinnen und -patienten aus 100 Krankenhäusern werden vor und nach der stationären Behandlung mit einem einheitlichen Fragebogen (Papierversion oder mittels Tablet) zu ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität befragt. Gemeinsam mit Angaben zur Überlebensrate und zum Auftreten therapieassoziierter Komplikationen nutzen die Wissenschaftler diese Selbstberichte, um den Behandlungserfolg abzuschätzen. Unterschiede in der Erkrankungsschwere werden dabei berücksichtigt. Die Krankenhäuser erhalten pro Patient eine Auswertung, damit sie die Lebensqualität bei der Therapieplanung berücksichtigen können. Die Zentren erhalten zudem standardisierte Auswertungen, um sich mit anderen Zentren zu vergleichen. Das Projekt wird für drei Jahre und insgesamt ca. 950.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall wird die Versorgungssituation für Darmkrebspatientinnen und -patienten verbessert und die Ausweitung der Routineversorgung angestrebt.

Ansprechpartner

Dr. Christoph Kowalski
Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
0049 30 3229 32947
kowalski@krebsgesellschaft.de

Konsortialpartner

OnkoZert GmbH; Universitätsklinikum Köln