EPOS – Ergebnisqualität durch Patient Reported Outcome Measures (PROMs) bei Schlaganfallpatienten in der klinischen Routine

  • Themenfeld: Verbesserung von Instrumenten zur Messung von Lebensqualität für bestimmte Patientengruppen
  • Sitz des Antragstellers: Hamburg
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Der Schlaganfall ist nach Krebs- und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Nach einem Schlaganfall erleben Patienten, über die objektiv beurteilbaren Symptome und Einschränkungen hinaus, häufig dramatische Veränderungen des Alltagslebens und der Lebensqualität. Bei der Bewertung des Erfolgs einer medizinischen Maßnahme spielt insofern die Sicht des Patienten auf Symptome, die körperliche Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität eine wichtige Rolle.

In dem Projekt soll eine standardisierte Erfassung des Behandlungserfolgs in der Routineversorgung von Schlaganfallpatienten eingeführt und bewertet werden. Hierbei spielen sogenannte „Patient Reported Outcome Measures“ eine wichtige Rolle. Dies sind Einschätzungen des Patienten hinsichtlich des Behandlungsergebnisses. Es wird untersucht, wie der Behandlungserfolg bei Schlaganfallpatienten ausgeprägt ist und durch welche Faktoren dieser beeinflusst wird.

Bisher wird die Patientenperspektive in der systematischen Ergebnismessung und Qualitätssicherung beim Schlaganfall im klinischen Alltag nicht berücksichtigt. Ein Projektziel ist es, dies zu ändern und die Beurteilung der Ergebnisqualität der Behandlung durch die Patienten in die klinische Routine dauerhaft zu integrieren. In dem Projekt soll darüber hinaus untersucht werden, wie diese Erweiterung der Ergebnisqualitätsmessung von Patienten und medizinischem Personal akzeptiert wird. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 536.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können die Projektergebnisse auf die Versorgungssituation von Schlaganfallpatienten im Alltag übertragen werden. Dies kann zu Verbesserungen der Behandlung führen, da man nun konkret auf diejenigen Faktoren einwirken kann (z.B. Häufigkeit der Inanspruchnahme bestimmter therapeutischer Leistungen), welche sich auf die individuelle Lebensqualität auswirken. Eine Übertragbarkeit dieser Messung des Behandlungserfolgs auf andere Diagnosebereiche ist gegeben.

Ansprechpartner

PD Dr. Götz Thomalla
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Martinistr. 52
20246 Hamburg
0049 40 7410 50137
thomalla@uke.de